Weniger Stress

22. Juli 2020 08:56; Akt: 22.07.2020 09:04 Print

Produktivität steigt durch Homeoffice

Als die Corona-Pandemie über Deutschland hereinbrach, mussten Millionen Arbeitnehmer von heute auf morgen ins Homeoffice umziehen. Für die meisten war das eine enorme Umstellung.

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Der Wechsel ins Homeoffice wegen der Corona-Krise war für viele Arbeitnehmer eine positive Erfahrung. (Bild: DPA/Sebastian Gollnow/Symbolbild)

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Weniger Stress, mehr Zeit für die Familie und sogar eine höhere Produktivität: Der Wechsel ins Homeoffice infolge der Corona-Krise war für viele Arbeitnehmer eine positive Erfahrung. Das geht aus einer Studie der deutschen Krankenkasse DAK hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Fühlten sich vor der Pandemie 21 Prozent der Beschäftigten regelmäßig gestresst, waren es während der Corona-Krise nur 15 Prozent. Der Anteil der Erwerbstätigen, die nie oder nur gelegentlich gestresst waren, stieg unterdessen von 48 auf 57 Prozent.

Die Forschungsinstitute IGES und Forsa hatten für die DAK-Studie vor und während der Pandemie jeweils rund 7000 Beschäftigte befragt. Von denjenigen, die mittlerweile regelmäßig zu Hause arbeiten, sagten 56 Prozent, sie seien dort produktiver als im Büro. Zwei Drittel erklärten zudem, sie könnten Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren. Ähnlich viele freuen sich über den Zeitgewinn, seit das Pendeln zum Arbeitsplatz weggefallen ist.

Die negativen Aspekte nicht ausblenden

«Von zu Hause aus zu arbeiten, senkt nicht nur die Ansteckungsgefahr vor Virusinfektionen, sondern zahlt sich auch für das seelische Gleichgewicht aus», bilanzierte DAK-Vorstandschef Andreas Storm. Die positiven Erkenntnisse müsse man für die Zukunft nutzen - «ohne die negativen Aspekte des Homeoffice zu übergehen, die es ebenfalls gibt». Denn fast jeder Zweite vermisst laut der Studie die klare Trennung zwischen Job und Privatleben. Bei den 18- bis 29-Jährigen bemängelt das sogar eine Mehrheit von 52 Prozent. Drei Viertel der Befragten fehlt zudem der direkte Kontakt zu den Kollegen.

Doch viele Betroffene wollen das Homeoffice trotzdem nicht mehr missen: 76,9 Prozent der Beschäftigten, die erst seit der Corona-Krise regelmäßig in der eigenen Wohnungen arbeiten, möchten diese Arbeitsform auch in Zukunft - zumindest teilweise - beibehalten.

(l'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jochen K. am 22.07.2020 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Das Beste was einem Staugeplagten Land wie LUX passieren kann... Jetzt muss nur noch die Steuerfrage mit D, F und B geregelt werden...

  • Knouter am 22.07.2020 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ech vermessen naischt am Homeoffice. Ech kann bessi mi laang schloofen, kann mech besser konzentréieren an hunn trotzdem Kontakt, per Tel oder skype, mat mengen Arbechtskollegen wann en Problem ass. Alles wunnebar

  • Letzebuerger Jong am 23.07.2020 14:35 Report Diesen Beitrag melden

    Eijo me sicha. Home Office ist ja wohl vom Feinsten. Da hat man mal wieder was vom Leben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Letzebuerger Jong am 23.07.2020 14:35 Report Diesen Beitrag melden

    Eijo me sicha. Home Office ist ja wohl vom Feinsten. Da hat man mal wieder was vom Leben.

  • Jochen K. am 22.07.2020 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Das Beste was einem Staugeplagten Land wie LUX passieren kann... Jetzt muss nur noch die Steuerfrage mit D, F und B geregelt werden...

  • Knouter am 22.07.2020 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ech vermessen naischt am Homeoffice. Ech kann bessi mi laang schloofen, kann mech besser konzentréieren an hunn trotzdem Kontakt, per Tel oder skype, mat mengen Arbechtskollegen wann en Problem ass. Alles wunnebar