Gefährliche Selfies

07. März 2019 07:24; Akt: 07.03.2019 07:24 Print

Reiseblogger riskieren ihr Leben für Insta-​​Bilder

Eine Reisebloggerin lehnt sich für ein spektakuläres Insta-Foto aus einem fahrenden Zug. Jetzt bekommt sie etwas von der Netzgemeinde zu hören.

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«Ihr riskiert euer Leben, nur damit ihr auf Social Media ein cooles Bild hochladen könnt? Ist das nicht etwas verantwortungslos?», kommentierte ein Nutzer das Foto der portugiesischen Reise-Blogger Raquel und Miguel auf Instagram. «Zwei Idioten, die ihr Leben und das Leben anderer in Gefahr bringen, nur um Likes zu bekommen», meinte ein anderer. «Wow ... Das wird nun Nachahmer inspirieren, dasselbe zu tun. Gefährlich, unverantwortlich – und das alles im Namen der Eitelkeit.» Eine weitere Person meinte: «Ich würde nie so etwas posten, denn es gibt viele Leute, die dumm genug sind, um so was nachzumachen. Ihr müsst eure Verantwortung wahrnehmen und für andere ein Beispiel sein.»

Für das Kussfoto lehnt sich Raquel aus einem fahrenden Zug. Sie balanciert dabei auf einem Fuß, ihr Körper hängt weit aus der Tür des Zuges, der gerade über eine Schlucht fährt. Das Bild ist auf der Nine Arches Bridge in der Nähe der Kleinstadt Ella in Sri Lanka entstanden.

Raquel reagierte auf die Kritik: Sie sei nie in Gefahr gewesen, da der Zug sehr langsam gefahren sei, schrieb sie auf Instagram, wo sie 248.000 Follower hat. «Dieser Zug ist berühmt für die schönen Aussichten. Jeder, der einmal diese Fahrt gemacht hat, weiß, dass sowohl Einheimische als auch Touristen sich aus dem Zug lehnen.» Die Wahrscheinlichkeit, aus dem Zug zu fallen, ist laut Raquel geringer, als «von einer Treppe zu fallen».

Tod durch Selfie

Die beiden sind nicht die einzigen Reisenden, die sich auf der Suche nach dem perfekten Selfie einer gefährlichen oder sogar tödlichen Situation aussetzen. Laut einer Studie des All India Institute of Medical Sciences starben zwischen 2011 und 2017 weltweit 259 Menschen bei Selfies. Todesursache Nummer eins sind Verkehrsunfälle, gefolgt von Stürzen aus der Höhe. In anderen Fällen starben die Touristen durch Tierverletzungen oder durch Stromschläge.

«Die Todesfälle durch Selfies sind zu einem großen Problem geworden», sagte Agam Bansal, der Hauptautor der Studie, gegenüber der «Washington Post».

(L'essentiel/kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pia am 07.03.2019 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    eben domm daat ass d'mënschheet vun haut :(

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pia am 07.03.2019 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    eben domm daat ass d'mënschheet vun haut :(