Homeoffice

20. März 2020 20:06; Akt: 20.03.2020 20:17 Print

Sätze, die niemand im Homeoffice hören will

Tausende Menschen arbeiten im Homeoffice – und merken, dass die dortige Arbeit weniger ernst genommen wird.

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Freischaffende oder Selbstständige, die ihr Büro zu Hause haben, erleben das immer wieder: Ihr Umfeld signalisiert ihnen, dass Arbeit daheim nicht wirklich ernst genommen und eher als eine Art Hobby betrachtet wird.

Nun sind viele Arbeitnehmende zum Homeoffice verdonnert – und müssen sich von ihren Freunden und Bekannten vielleicht folgende Sprüche anhören. In der Bildstrecke findest du zudem die wichtigsten Faktoren für ein gelungenes Homeoffice.

«Wann arbeitest du wieder richtig?»

Deutlicher kann man die Geringschätzung von Heimarbeit gar nicht ausdrücken. Ein bisschen zu Hause am Küchentisch sitzen und ab und zu in den Laptop gucken – damit ist es nicht getan. Würden alle Freelancer so arbeiten, hätten sie längst keine Aufträge mehr.

«Ich dachte, ich komme spontan auf einen Kaffee vorbei»

Würde man den Kollegen im Großraumbüro einfach so mitten in der Arbeitszeit mal besuchen gehen? Sicher nicht ohne Voranmeldung. Aber wer zu Hause arbeitet, ist ja total flexibel und freut sich sicher über eine kleine Abwechslung.

Gut möglich, aber vielleicht hat man ja auch gerade ein Telefonmeeting oder möchte ohne Unterbrechung eine Arbeit zu Ende führen. Und überhaupt: Derzeit sollte man überhaupt niemanden zu Hause besuchen. Bleibt drin!

«Beneidenswert. Endlich kannst du mal in Ruhe deine Lieblingsserien schauen.»

Nein, eben nicht. Homeoffice heißt, man arbeitet zu Hause das gleiche Pensum ab, wie man es im Büro machen würde. Da bleibt nicht zusätzlich Zeit, um stundenlang Serien zu schauen. Die einzige Zeitersparnis kommt daher, dass man keinen Arbeitsweg hat.

«Heute Abend hauen wir so richtig auf den Putz, du hast ja morgen Homeoffice.»

Genau. Und da soll es keine Rolle spielen, in welchem Zustand man seine Arbeit erledigt? Keineswegs, denn auch wenn keine Stempeluhr und kein Chef dein Erscheinen kontrollieren, wird eben doch erwartet, dass du deine Aufgaben sorgfältig erledigst. Und auch hier gilt: Wenn du auf den Putz hauen willst, mach es mit den Leuten im gleichen Haushalt, nicht bei einer Corona-Privatparty. Tu das nicht.

«Jetzt hast du ja endlich keinen Stress mehr.»

Klar entfallen einige Stressfaktoren, wie zum Beispiel das Pendeln. Aber der Druck, eine Arbeit gut zu machen und rechtzeitig damit fertig zu werden, der ist zu Hause genauso groß wie im Büro – wenn nicht noch größer, wenn nebst der Arbeit noch Kinder zu betreuen sind.

«Mein Hund muss dringend raus. Du hast schon schnell Zeit, oder?»

Nichts gegen Nachbarschaftshilfe, die ist im Moment enorm wichtig. Trotzdem wissen es Arbeiter im Homeoffice zu schätzen, wenn sie nicht ständig ungefragt irgendwelche zusätzlichen Aufgaben aufgezwungen bekommen.

(L'essentiel/mst)

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