Nicht «nach Gefühl»

09. September 2019 14:27; Akt: 09.09.2019 14:39 Print

So dosiert man Waschmittel richtig

Die meisten von uns nehmen viel zu viel Waschmittel. Weniger davon ist nicht nur schonender für Wäsche und Umwelt, sondern auch günstiger.

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Die Wäsche in die Trommel, einen Schubs Waschmittel hinterher, Programm einstellen, starten: Ziemlich viele Menschen waschen ihre Wäsche genau so. Nach einer nicht repräsentativen Umfrage der deutschen Stiftung Warentest dosierte nur rund die Hälfte der Befragten das Waschmittel nach Anleitung. Die andere Hälfte verließ sich auf Erfahrung und Gefühl.

Das aber kann täuschen. Die meisten Menschen verwenden zu viel Waschmittel, geben Konsumentenorganisationen an. Weniger davon wäre nicht nur schonender für Wäsche und Umwelt, sondern auch günstiger. Die Dosierungsanleitung auf der Verpackung wenigstens einmal zu lesen, bevor sie in den Müll fliegt, ist also absolut sinnvoll, auch wenn es nervt. Im Grunde geht es darin um drei Dinge: Wasserhärte, Verschmutzung und Wäschegewicht.

Wie hart ist das Wasser?

Wasserhärte ist ein Maßtab dafür, wie viel Kalk das Wasser enthält. Bei uns ist Leitungswasser größtenteils mittel bis hart. Wer in Küche und Bad viel Kalk wegputzen muss, hat hartes Wasser. Noch genauer weiß es das Wasserwerk.

Mit «volle Trommel, leicht verschmutzt, mittelhartes Wasser» fährt man bei Alltagsklamotten also erst einmal gut. Pulverwaschmittel waschen sauberer als flüssige, das haben «Ktipp» und die Stiftung Warentest in Tests herausgefunden. Flüssigwaschmittel sind dafür schonender.

Was wiegt eine Jeans?

Weiter geht es mit der Wäschemenge, die der Hersteller normalerweise in Kilogramm angibt – nur dass sich nicht jeder auf die gleiche Menge bezieht. Und wer weiß schon, was eine Jeans wiegt? Wir haben nachgewogen: Ein Bettbezug plus Kissenbezug und Leintuch wiegt etwa zwei Kilogramm, ein Frottierhandtuch 300 Gramm, eine Jeans 400 bis 700 Gramm, ein Hemd oder ein T-Shirt 150 bis 250 Gramm, abhängig von der Größe.

Wer nicht rechnen will, stellt sich erst mit dem leeren, dann mit dem vollen Wäschekorb auf die Waage und zieht die Zahlen voneinander ab. Wer keine Waage hat: In einen locker gefüllten 10-Liter-Haushaltseimer passen etwa 2,5 Kilogramm Wäsche.

Ohne Messbecher wird es schwierig

Noch nerviger, aber sinnvoll: abmessen. Dafür war der kleine Messbecher gedacht, der früher in den Waschmittelverpackungen lag. Inzwischen fällt er aus Kosten- und Umweltschutzgründen häufig weg. Eigentlich eine gute Sache, schließlich braucht keiner jedes Mal eine neue Dosierhilfe.

Um 45, 50 oder 100 Milliliter abzumessen, braucht es schon einen Messbecher, alles andere ist schwierig. Im Notfall lässt sich mit Gläsern und Bechern schätzen. Ein kleiner Joghurtbecher fasst beispielsweise etwa 150 Milliliter, ein Kaffeebecher 250 Milliliter, ein Schnapsglas 20 oder 40 Milliliter.

Wie voll darf die Trommel sein?

Und was heißt «volle Trommel»? Optimal ist eine locker gefüllte Wäschetrommel, bei empfindlicher Wäsche etwas weniger. Moderne Waschmaschinen kommen aber mit fast allem zurecht, ob halbvoll oder vollgestopft. Wenn das zusätzliche Handtuch unbedingt noch rein muss, spült die Maschine einfach etwas öfter oder länger. Genauso, wenn viel Waschmittel verwendet wird. Dazu braucht der Waschgang allerdings mehr Wasser und Energie.

Ob man mit der Dosierung richtig lag, zeigt der Handtuchtest: Wird ein Frotteehandtuch ohne Weichspüler zwar sauber, aber hart statt weich und flauschig, ist etwas schiefgegangen. Entweder war zu viel oder zu wenig Waschmittel in der Maschine, oder sie war zu voll.

(L'essentiel)

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