Auch in Wohnungen

16. August 2019 14:27; Akt: 16.08.2019 14:29 Print

So kompostieren Sie wie ein Profi

Ein großer Teil unserer Abfälle wäre kompostierbar. Das sind die Gründe für einen eigenen Kompost.

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Anstatt Gartenabfälle, Obst- und Gemüsereste sowie Eier in den normalen Abfall zu werfen und damit die Müllverbrennungen zu befeuern, wäre es wesentlich besser für die Umwelt, solche organischen Abfälle zu kompostieren.

Neben dem ökologischen Mehrwert hilft ein Kompost auch beim Gärtnern: Komposterde entsteht in einem Ab- und Umbauprozess organischer Stoffe, an dem Mikroorganismen, Asseln, Strahlenpilze und Würmer beteiligt sind. Er ist ideal als Dünger für die obersten Bodenschichten, eignet sich aber nicht als Anzuchterde, da er zu nährstoffreich ist. Gemischt mit Erde und Sand ergibt er gute Blumenerde. Es gibt aber noch weitere Gründe für einen Kompost:

1. Es ist einfach

So ein Kompost ist sehr einfach gemacht: Einfach ein geeignetes Behältnis an einen guten Platz (sonnen- und windgeschützt, optimal ist Halbschatten) stellen und die richtigen Dinge reinschmeißen: Voilà, ein Kompost. Für den Anfang braucht es eigentlich nur drei Dinge: Braunes (Äste, braune Blätter), Grünes (Gras, Obst- und Gemüseabfälle) und Wasser.

2. Würmer sind wichtig

Würmer sind an der Zersetzung der organischen Stoffe im Kompost beteiligt und entsprechend wichtig. Um anderes Ungeziefer musst du dir aber keine Sorgen machen: Solange du keine Milchprodukte und kein Fleisch kompostierst, sollte sich das Getier in und um deinen Kompost im Rahmen halten.

3. Kompost stinkt nicht

Falls der Kompost stinkt, ist er vermutlich zu feucht. Einfache Lösung: Gib mehr Braunes (Äste, abgefallene Blätter) dazu, das sollte das Problem lösen.

4. Sogar in der Wohnung geht's

Kein Garten, kein Kompost? Doch: Auch in einer Wohnung kannst du kompostieren. Und zwar mit einem sogenannten Bokashi-Eimer: Dieser wurde in den 80er-Jahren in Japan erfunden und fermentiert organische Abfälle.

Diese Methode setzt aber ein bisschen mehr Arbeit voraus: Wenn der Bokashi-Eimer fertig ist, muss der Inhalt noch mit normaler Erde gemischt und einige Wochen ruhen gelassen werden – und schon hat man die nährstoffreiche Komposterde eines großen Gartenkomposts.

5. Es kann viel mehr kompostiert werden als gedacht

Auf den Kompost gehören Gartenabfälle, Rasenschnitt, Laub, Strauch- und Baumschnitt, Eierschalen, Obst- und Gemüseabfälle, Kaffeesatz, Teesud, Stroh, Heu und Hobelspäne. Nichts im organischen Abfall zu suchen haben Essensreste, samentragende Unkräuter (zum Beispiel Brennnessel), Wurzelunkräuter (Giersch), Gartenabfälle mit Pflanzenkrankheiten (Feuerbrand) und mit Insektiziden behandelte Pflanzen. Alles klar?

(L'essentiel/mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ungetier am 17.08.2019 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    wenn wir von Unkräutern Ungeziefer Getier reden, sollten wir uns keinen Kompost anschaffen, denn kompostieren heisst, dass viele verschiedene kleine Tierchen die Essensreste verspeisen, von deren Energie leben, sich vermehren und die Reste wieder abgeben, so wie wir ... sind wir Unmenschen?! ...

  • Iris Gläser am 16.08.2019 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir haben seit Jahren einen Bokashi-Eimer. In den darf übrigens ALLES Organische, auch Essensreste aller Arten! Es wird immer wieder Bokashi-Ferment aufgestreut (eine Art Sägespäne mit einem speziellen Bakterienmix) und die kümmern sich um Gerüche und lassen die Abfälle besonders schnell zerfallen. Für uns mit Kindern die perfekte Lösung, und das Ferment gibt's bei Amazon. Wir sind wirklich sehr zufrieden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ungetier am 17.08.2019 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    wenn wir von Unkräutern Ungeziefer Getier reden, sollten wir uns keinen Kompost anschaffen, denn kompostieren heisst, dass viele verschiedene kleine Tierchen die Essensreste verspeisen, von deren Energie leben, sich vermehren und die Reste wieder abgeben, so wie wir ... sind wir Unmenschen?! ...

  • Iris Gläser am 16.08.2019 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir haben seit Jahren einen Bokashi-Eimer. In den darf übrigens ALLES Organische, auch Essensreste aller Arten! Es wird immer wieder Bokashi-Ferment aufgestreut (eine Art Sägespäne mit einem speziellen Bakterienmix) und die kümmern sich um Gerüche und lassen die Abfälle besonders schnell zerfallen. Für uns mit Kindern die perfekte Lösung, und das Ferment gibt's bei Amazon. Wir sind wirklich sehr zufrieden.