Sternschnuppen

12. August 2019 14:40; Akt: 12.08.2019 14:55 Print

So siehst du die Perseiden am besten

In den kommenden Nächten erreicht der Sternschnuppenregen der Perseiden seinen Höhepunkt. So kannst du ihn am besten genießen.

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In den kommenden Nächten lohnt es sich, den Blick zum Himmel zu richten. Vom Montag auf den Dienstag erreichen die Perseiden ihr Maximum.

Was sind die Perseiden?

Die Perseiden sind ein alljährlich in der ersten Augusthälfte wiederkehrender Meteorstrom. In dieser Zeit kreuzt die Erde die Bahn des Kometen Swift-Tuttle. Dieser umläuft die Sonne auf einer elliptischen Bahn und nähert sich ihr alle 133 Jahre. Dabei hinterlässt er auf seiner Bahn jeweils eine Staubspur.

Wie entstehen daraus die Sternschnuppen?

Sternschnuppen entstehen, wenn die Partikel, die meist nur millimetergroß und bis zu einem Milligramm schwer sind, in rund 90 bis 130 Kilometern Höhe in die Erdatmosphäre eindringen. Dabei beträgt ihre Geschwindigkeit über 200.000 km/h. Bei dieser Geschwindigkeit verglühen die Teilchen und bringen zudem die Luftmoleküle in der Umgebung zum Leuchten.

Weshalb heißen sie Perseiden?

Die Perseiden scheinen ihren Ursprung im Sternbild Perseus am Nordhimmel zu haben, daher der Name. Die Himmelserscheinung wurde besonders im Mittelalter auch «Tränen des Laurentius» genannt: Sie fällt zeitlich ungefähr auf den Namenstag des im Jahr 258 getöteten Märtyrers Laurentius am 10. August. Die Sternschnuppen wurden als Himmelstränen über das Martyrium des römischen Erzdiakons gedeutet.

Wann erreichen die Perseiden ihr Maximum?

Die Erde kreuzt die Bahn von Swift-Tuttle vom 17. Juli bis zum 24. August. Gut zu sehen sind die Perseiden etwa ab dem 9. August. Ihr Maximum erreichen sie in der Nacht zum Dienstag, dem 13. August. Aber bereits in den Nächten zuvor gibt es einiges zu sehen – wenn das Wetter mitspielt (siehe unten).

Stört der Mond?

Dieses Jahr ist der Mond ein Spielverderber. Er ist beinahe voll und strahlt deshalb entsprechend hell. Deshalb werden statt der üblichen bis zu 70 Sternschnuppen pro Stunde nur 20 sichtbar sein, solange der Mond am Himmel steht, schreibt die Nasa in einem Blog-Beitrag.

Es lohnt sich deshalb, statt am späten Abend am frühen Morgen die Perseiden zu beobachten. Der Mond geht am Sonntagmorgen um 2.15 Uhr unter, am Montagmorgen um 3.03 Uhr und am Dienstagmorgen um 03.56 Uhr. So bleibt jeweils ein kurzes Fenster bis zum Beginn der Dämmerung, um die Perseiden ohne störenden Mond zu sehen.

Wie viele Sternschnuppen können erwartet werden?

Dieses Jahr werden – ohne störenden Einfluss des Mondes – pro Stunde rund 60 bis 70 Meteore zu sehen sein, also etwa einer pro Minute. Alle 12 Jahre liegt diese Zahl deutlich höher, weil dann die Materiewolke durch die Anziehungskraft des Jupiter näher zur Erde herangeführt wird. Dann liegt das Maximum jeweils bei 150 bis 200 Meteoren pro Stunde. 2028 wird es wieder so weit sein.

Wo beobachte ich sie am besten?

Idealerweise sucht man sich ein Plätzchen in einer dunklen Umgebung fernab der Zivilisation. Ortschaften sind wegen der großen Lichtverschmutzung denkbar schlecht geeignet. Vom Beobachtungspunkt aus sollte man einen möglichst großen Ausschnitt des Himmels einsehen können. Für ein bequemes Sternschnuppen-Schauen legt man sich am besten auf den Boden oder einen Liegestuhl. Wichtig: Man sollte seinen Augen 30 bis 45 Minuten Zeit geben, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Und natürlich nicht einschlafen.

Welche Hilfsmittel brauche ich?

Keine. Von bloßem Auge ist das Erlebnis am besten. Mit Feldstechern oder Teleskopen schränkt man sein Blickfeld zu stark ein. Die Meteore verglühen so schnell, dass keine Zeit bleibt, sie mit dem Fernrohr zu suchen.

Wie kann ich Sternschnuppen fotografieren?

Optimale Ergebnisse erzielt man, wenn man eine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv verwendet, die auf einem Stativ steht. Die Belichtungszeit sollte auf ungefähr zehn Sekunden eingestellt werden. Dann sollten auf gut Glück Serien geschossen werden. So hat man die besten Chancen, eine Sternschnuppe einzufangen.

Wie wird das Wetter?

Die Voraussetzung für ein gelungenes Sternschnuppen-Schauen ist ein klarer Nachthimmel. Leider sind die Chancen dafür zum Höhepunkt in der Nacht von Montag auf den Dienstag äußerst gering. Laut MeteoLux sind für diese Nacht Dunst und/oder tiefe Wolkenfelder angesagt.

Wo sehe ich den Sternenregen im Internet?

Wer sich trotz Wetterpech den Höhepunkt der diesjährigen Perseiden nicht entgehen lassen möchte, kann in der Nacht vom 12. auf den 13. August um 0.00 Uhr den Livestream des Virtual Telescope Project anschauen (siehe unten).

Am 13. August um 0.00 Uhr überträgt das Virtual Telescope Project. (Video: Youtube/Gian Masi)

(L'essentiel/jcg)

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