Ärger im Paradies

07. März 2018 19:55; Akt: 07.03.2018 21:31 Print

So viel Plastikmüll schwimmt vor Balis Küste

Bali gehört zu den schönsten Orten der Erde. Im türkisblauen Meer hat ein Taucher allerdings eine erschreckende Entdeckung gemacht.

Ein Taucher hat in den Gewässern vor Bali erschreckende Aufnahmen gemacht. (Video: Tamedia/Vizzr)

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Eigentlich wollte Rich Horner vor der indonesischen Insel Bali Mantarochen beobachten. Stattdessen fand der Taucher sich in einem Strom von Plastikmüll wieder. Mit seiner Kamera hielt er den schockierenden Anblick fest und postete ihn auf Facebook.

«Die Meeresströmung hat uns ein nettes Geschenk mit Quallen, Plankton, Blättern, Ästen, Palmwedeln und Stöcken gemacht ... oh, und etwas Plastik», schrieb er dort. «Einige Plastiksäcke, Plastikflaschen, Plastikbecher, Plastikfolien, Plastikeimer, Plastiktütchen, Plastikrohre, Plastikkörbe, Plastiksäcke, mehr Plasticksäcke, Plastik, Plastik, so viel Plastik!»

Als er am nächsten Tag erneut dort tauchte, war das Plastik zwar verschwunden, doch Horner schrieb: «Unglücklicherweise setzt das Plastik seine Reise fort, weiter in den Indischen Ozean.»

Mehr Plastik als Fische

Die große Plastikmenge, die Horner gefilmt hat, dürfte mit der Meeresströmung zwischen Bali und der Insel Lombok, dem sogenannten Indonesian Throughflow, dort hingelangt sein. Mit seinem Video hat Horner ein Schlaglicht auf ein allzu reales Problem geworfen: Die Vermüllung der Weltmeere mit Plastik. Jährlich werden 1,3 Millionen Tonnen ins Meer geworfen, die immense Schäden an Ökosystemen verursachen. Laut Schätzungen wird die Plastikmenge im Meer im Jahr 2050 schwerer sein als alle Fische zusammen.

(L'essentiel/jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Timon am 08.03.2018 01:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech hat de Video an den Norichten gesin, an et mescht mech esou rosen, wei de Mensch et ferdeg brengt eise wonnerbaren Planet futti ze maachen, Natur an Deierenwelt leiden ennert der Dommheet vun eiser Spezies, wat fir eng Welt hannerloosse mir eise Kanner- a Kandskanner. Traureg, Traureg

  • mehr Plastik als Meeresfische am 08.03.2018 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    Das Resultat des ungebremsten Wirschaftswachstums, des schnellebigen Obszoleszenzkonsums, des übertriebenen ungemässigten Verpackungsmülls des Plastikzeitalters, des phlegmatischen Verschwindenlassens im Wasser oder unter der Erde von Dingen, die wir ungeniert als Abfall wegschmeissen und nicht mehr sehen o. haben wollen,uns lästig sind ... nichts verschwindet, alles bleibt u. findet seinen Weg zurück zum Menschen, der sich in keinster Weise einschränken will, der Herrscher der Erdenverwüstung sein will u. durch seine eigenen unbedachten Handlungen sich selbst verseucht ...

  • Olivier T. am 08.03.2018 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ich war in Thailand und Indonesien. Dort beginnt man erst jetzt, die Menschen auf Naturschutz aufmerksam zu machen. Und solange man am Strand oder in den Städten keine Mülleimer aufstellt, so lange wird auch Müll ins Meer oder in Flüsse geworfen. In Afrika ist es genauso.

Die neusten Leser-Kommentare

  • mehr Plastik als Meeresfische am 08.03.2018 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    Das Resultat des ungebremsten Wirschaftswachstums, des schnellebigen Obszoleszenzkonsums, des übertriebenen ungemässigten Verpackungsmülls des Plastikzeitalters, des phlegmatischen Verschwindenlassens im Wasser oder unter der Erde von Dingen, die wir ungeniert als Abfall wegschmeissen und nicht mehr sehen o. haben wollen,uns lästig sind ... nichts verschwindet, alles bleibt u. findet seinen Weg zurück zum Menschen, der sich in keinster Weise einschränken will, der Herrscher der Erdenverwüstung sein will u. durch seine eigenen unbedachten Handlungen sich selbst verseucht ...

  • Olivier T. am 08.03.2018 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ich war in Thailand und Indonesien. Dort beginnt man erst jetzt, die Menschen auf Naturschutz aufmerksam zu machen. Und solange man am Strand oder in den Städten keine Mülleimer aufstellt, so lange wird auch Müll ins Meer oder in Flüsse geworfen. In Afrika ist es genauso.

  • Timon am 08.03.2018 01:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech hat de Video an den Norichten gesin, an et mescht mech esou rosen, wei de Mensch et ferdeg brengt eise wonnerbaren Planet futti ze maachen, Natur an Deierenwelt leiden ennert der Dommheet vun eiser Spezies, wat fir eng Welt hannerloosse mir eise Kanner- a Kandskanner. Traureg, Traureg