Sozialverhalten

25. Januar 2021 10:50; Akt: 25.01.2021 11:03 Print

So wirst du jetzt empathischer

Wer Emotionale Intelligenz besitzt, kommt in vielen Situationen einfacher durchs Leben. Studien zeigen, dass sich das lernen lässt.

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Viele Bereiche des Lebens macht Emotionale Intelligenz leichter. (Bild: Pexel/Chermiti Mohamed)

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Wer die eigenen Emotionen kennt und sich in andere hineinversetzen kann, dem fällt im Alltag einiges leichter. Emotionale Intelligenz spielt nicht nur am Arbeitsplatz eine große Rolle, sondern ist vor allen Dingen auch in unserem Privatleben wichtig.

Empathie macht das Leben leichter

Dass Menschen, die ihre Emotionen erkennen und regulieren können, positivere Erfahrungen in Freundschaften haben, konnte die Psychologin Astrid Schütz von der Universität Bamberg in einer internationalen Studie mit Kollegen zeigen. Dass diesen Menschen das Leben leichter fällt, ist für Astrid Schütz nicht verwunderlich. «Das ist nachvollziehbar», sagt sie zur Welt. Wer schnell ausraste, weil er seine Emotionen nicht managen kann, sei für andere schwierig.

Die Fähigkeiten, die Dinge nicht nur aus der eigenen Sicht zu sehen, ist auch ein Erfolgsrezept in der Beziehung. So sind Paare mit hoher Emotionaler Intelligenz in der Beziehung zufriedener, weil es ihnen eher gelingt, sich in den anderen hinein zu versetzen.

Höhere Zufriedenheit im Job

Aber nicht nur in zwischenmenschlichen Beziehungen ist Empathie ein wichtiger Faktor. So fanden Forschende der Universität von Sydney heraus, dass Studierende mit hoher Emotionaler Intelligenz auch bessere Noten schreiben. Die Forscherinnen und Forscher vermuten aufgrund dessen, dass emotional kompetentere Studierende eher in der Lage seien etwa mit Langeweile, Angst und Rückschlägen umzugehen.

Nicht nur Studierenden geht es mit hoher emotionaler Intelligenz besser. Auch Arbeitnehmende, die Empathie kultivieren, sind in ihrem Job zufriedener, wie diverse Studien benennen.

Empathie lässt sich lernen

Die gute Nachricht ist: Emotionale Intelligenz kann man trainieren. «Man kann etwa die sogenannte Take-5-Strategie einsetzen, um seine Emotionsregulation zu verbessern», sagt die Psychologin Ricarda Steinmayr von der TU Dortmund. So soll man für fünf Minuten die Situation verlassen und an etwas anderes denken, wenn man merkt, dass man in einer Situation sehr emotional reagiert. Zusätzlich helfen Achtsamkeitsübungen und tiefes Ein- und Ausatmen dabei, nicht impulsiv zu reagieren.

Sich während dem Gespräch immer wieder zu fragen, wie sich der oder die andere in der Situation gerade fühlt, kann auch dabei helfen, Empathie zu trainieren. Statt eine gereizte Reaktion des Gegenübers auf sich selbst zu beziehen, solle man dieses fragen, warum er oder sie so gereizt reagiere, rät Psychologin Ricarda Steinmayr. «Dann zeigt sich ganz oft, dass die Gründe nichts mit einem selbst zu tun haben.»

(L'essentiel/Johanna Senn)

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