Studie zeigt

26. November 2021 19:33; Akt: 26.11.2021 19:35 Print

Ständiges Sitzen schadet der Psyche

Bist du niedergeschlagen nach einem langen Tag im Homeoffice? Eine US-amerikanische Studie zeigt den Zusammenhang zwischen Arbeit am Pult und depressiven Symptomen.

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Lange Tage im Homeoffice, ganz ohne Bewegung, wirken sich auf dein Wohlbefinden aus. (Bild: Michelangelo Buonarroti / Pexels)

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Fast 30.000 Menschen wurden in einer Studie zu Themen wie Arbeit, Pandemie, Homeoffice und mentaler Gesundheit befragt. Im ersten Teil der Studie sollten die Teilnehmenden eintragen, wie viel Zeit sie im Sitzen, vor Bildschirmen und mit körperlichen Aktivitäten verbrachten. Danach sollten sie diese Verhaltensweisen mit der Zeit vor der Pandemie vergleichen. Anhand von Fragebögen gaben sie auch Veränderungen bezogen auf ihr psychisches Wohlbefinden an, insbesondere in Bezug auf Angst, Stress und Einsamkeit.

Mehr Sitzen, mehr Traurigkeit

Die Mehrheit der Befragten fühlt sich heute schlechter als vor der Pandemie: Sie fühlen sich trauriger und ängstlicher. Bei denjenigen, die sich früher viel bewegten, wurde zudem ein Rückgang der sportlichen Aktivitäten um 32 Prozent festgestellt. Jacob Meyer, Assistenzprofessor für Kinesiologie an der Universität von Iowa und Verantwortlicher der Studie, erklärt: «Wir wissen, dass eine erhöhte Bildschirmzeit Auswirkungen auf die allgemeine psychische Gesundheit hat.» So ist es kein Wunder, dass in Zeiten von Zoom-Calls und Meetings, die durch Chats ersetzt wurden, viele Menschen depressive Verstimmungen erleiden. Zusätzlich falle in Zeiten von Homeoffice ein Großteil der Bewegung weg, die längste Distanz im eigenen Heim ist für viele der Weg vom Bett an den Bildschirm.

Jacob Meyer empfiehlt deshalb, nach langen Sitzphasen Pausen im Stehen einzulegen: «Wer nicht mehr durch einen Gang zum Sitzungszimmer laufen muss, sollte öfters eine Pause einlegen, zum Beispiel mit ein wenig Herumlaufen in der Stube nach einem Zoom-Anruf.» Zudem sei es hilfreich, vor dem Start des Arbeitstages am Morgen und dann wieder am Abend um den Block zu gehen, und so den Arbeitsweg zu imitieren. Davon profitierten Körper und Geist – und es schaffe eine zusätzliche Struktur im Arbeitsalltag.

(L'essentiel/Lauren Cavin-Hostettler)

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