Bei jedem Waschgang

16. Juni 2019 18:24; Akt: 16.06.2019 18:35 Print

Waschmaschinen spülen Mikroplastik ins Abwasser

Fast alle von uns besitzen Kleidung aus Polyester. Doch damit spülen wir bei jedem Waschgang Kunststofffasern ins Abwasser.

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Mit jedem Waschgang ladet eine kleine Portion Plastik im Wasser. (Bild: Pixabay)

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Laut Schätzungen der Umweltschutzorganisation Greenpeace gelangen jedes Jahr allein über die heimischen Waschmaschinen rund 126 Tonnen Mikroplastik in die Abwässer. Grund dafür ist billig produzierte Kleidung aus Polyester. Bei jedem Waschgang verliert sie etliche Kunststofffasern.

Greenpeace hat Polyester-Blusen von acht verschiedenen Anbietern im Schonwaschgang waschen und die entwichenen Plastikfasern zählen lassen. Rechnet man das Ergebnis auf die Haushalte hoch, gelangen mehrere Tonnen Mikroplastik allein durch die Waschgänge eines Jahres ins Abwasser.

Auf Kunstfaser-Kleidung verzichten

«Umgerechnet etwa vier Millionen Plastikflaschen spülen wir jährlich mit unserer Kleidung in das Abwasser. Schuld daran ist die Fast-Fashion-Industrie, die einen Großteil der Kleidung aus billigen Plastikfasern produziert», so Nunu Kaller, Expertin für Konsumfragen bei Greenpeace in Österreich.

Rund 60 Prozent der neu hergestellten Kleidung besteht bereits aus Kunstfaser. «Für etwa ein Drittel des Mikroplastiks, das in unseren Meeren landet, sind Kunstfasern verantwortlich, die bei der Wäsche verloren gehen», so Kaller. Greenpeace empfiehlt daher umweltbewussten Konsumenten, auf Kleidung aus Kunstfaser zur Gänze zu verzichten.

Auch recyceltes Polyester keine Lösung

Jedoch geben offenbar auch Textilien aus recyceltem Polyester Kunstfasern ab: Unter den getesteten Blusen befand sich eine, die aus Recyclingfasern hergestellt wurde. Das bedeutet, das man Plastikmüll nutzt, um neue Fasern zu spinnen.

Zwar benötigt diese Art der Textilproduktion kein neues Erdöl, sie sei dennoch nicht zielführend. Im Gegenteil verschärfe sie die weltweite Mikroplastikproblematik: «Polyester fasert beim Waschen reines Mikroplastik ins Abwasser, egal, ob es sich dabei um recyceltes Polyester handelt oder nicht», so Kaller.

(L'essentiel/rfr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • plastic is not fantastic am 17.06.2019 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    wobei Plastiktextilien uneingeschränkt wirtschaftsverseuchend u unsanktioniert seit Jahrzehnten angeboten werden! die Umwelt o eher Mitwelt, so wie die eigene Gesundheit ist dem Mode-Selfiemenschen plastikscheissegal u kommt an letzter Stelle, weshalb er u alle anderen Tiere, im Besonderen auch die Wassertiere heute Plastik scheissen müssen ... da sein Hirn aufgefressen ist vom Geldprofit putzt er auch alles steril sauber mit Plastikputzlappen, deren abgeriebene Microfasern in Wasser u Umwelt gelangen, aber alles geldprofitscheissegal, denn er hat vergessen, dass er ein Gehirn hat zum Denken!

Die neusten Leser-Kommentare

  • plastic is not fantastic am 17.06.2019 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    wobei Plastiktextilien uneingeschränkt wirtschaftsverseuchend u unsanktioniert seit Jahrzehnten angeboten werden! die Umwelt o eher Mitwelt, so wie die eigene Gesundheit ist dem Mode-Selfiemenschen plastikscheissegal u kommt an letzter Stelle, weshalb er u alle anderen Tiere, im Besonderen auch die Wassertiere heute Plastik scheissen müssen ... da sein Hirn aufgefressen ist vom Geldprofit putzt er auch alles steril sauber mit Plastikputzlappen, deren abgeriebene Microfasern in Wasser u Umwelt gelangen, aber alles geldprofitscheissegal, denn er hat vergessen, dass er ein Gehirn hat zum Denken!