Männer aufgepasst!

12. Juli 2016 17:30; Akt: 12.07.2016 17:30 Print

Wer zu viel Koffein trinkt, bekommt keine Kinder

Ist Kinderkriegen angesagt, sollten die künftigen Eltern besser auf Koffeinhaltiges verzichten. Denn Kaffee & Co. erhöhen das Risiko einer Fehlgeburt.

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Kinderlosigkeit ist für viele Paare ein großes Problem. Ursachen, weshalb sich der Nachwuchs nicht einstellt, gibt es viele. Sie können bei der Frau, häufig aber auch beim Mann gefunden werden. So kann es beispielsweise an einer zu geringen Qualität der Spermien liegen (siehe Bildstrecke).

Von einem weiteren möglichen Grund für die unfreiwillige Kinderlosigkeit berichten US-Forscher nun im Fachjournal «Fertility and Sterility»: Koffein. Dem Team um Germaine M. Buck Louis vom Eunice Kennedy Shriver National Institute of Child Health and Human Development zufolge haben Paare, die in den Wochen vor der Zeugung mehr als zwei koffeinhaltige Getränke pro Tag trinken, ein größeres Risiko für eine Fehlgeburt.

«Unser Ergebnis zeigt deutlich, dass auch der männliche Koffeinkonsum eine Rolle für die Schwangerschaft einer Frau spielt», erklärt Buck Louis der «Washington Post».

Bei Cola machen die Spermien schlapp

Dass koffeinhaltige Getränke einen negativen Einfluss auf die Quantität und Qualität von Spermien haben, zeigten 2010 bereits Forscher des Kopenhagener Universitätkrankenhauss. Laut ihrer im «Journal of Epidemiology» veröffentlichten Studie kann regelmäßiger Konsum die Anzahl von Spermien deutlich reduzieren.

Vier Jahre hatten sie dafür den Einfluss von Koffein auf die Spermienqualität von mehr als 2500 Männern untersucht. Das Ergebnis überraschte: So sank die Anzahl der Spermien zwar sowohl bei hohem Kaffee- als auch bei Cola-Konsum. Aber signifikant – das heißt um rund 30 Prozent – weniger Spermien diagnostizierten die Forscher nur bei den Männern, die täglich mindestens einen Liter Cola tranken.

Koffein kann nicht alleiniger Auslöser sein

Das zeigt laut den dänische Forschern, dass Koffein nicht der alleinige Auslöser sein kann. Welche Zutaten im Süßgetränk sonst noch eine Rolle spielen oder ob der hohe Cola-Konsum einfach nur auf einen allgemein ungesünderen Lebenswandel hindeutet, ist offen, aber möglich: Immerhin hatten die 93 Männer in der Studie, die angaben, viel Cola zu trinken, auch gerne beim Fast Food zugelangt.

Auch die Wissenschaftler der amerikanischen Studie weisen darauf hin, dass sie nicht 100-prozentig sicher sind, ob wirklich das Koffein schuld ist. Schließlich hätten sie festgestellt, dass die von den Fehlgeburten betroffenen Frauen nicht nur mehr Kaffee tranken, sondern auch älter – nämlich Mitte dreißig aufwärts – waren. Auch das könnte Auswirkungen haben.

(L'essentiel/fee)

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