Bakterien

20. Dezember 2019 09:22; Akt: 20.12.2019 09:27 Print

Wie gefährlich sind Legionellen im Wasser?

Legionellen sind stäbchenförmige Bakterien, die fast immer im Wasser vorhanden sind. Zu viele davon können die Gesundheit gefährden.

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Unter zwei Bedingungen fühlen sich die Bakterien der Gattung Legionellen (Legionella) besonders wohl: Bei stehendem Wasser und einer Wassertemperatur zwischen circa 25 und 45 Grad. Sind diese Voraussetzungen gegeben, vermehren sie sich am schnellsten. Und dann können sie zur Gefahr für die Gesundheit werden.

Legionellen sind zwar in der Badewanne oder im Meer fast immer vorhanden, aber gefährlich werden sie erst, wenn sie in hoher Konzentration in die Lunge gelangen. Dies geschieht beispielsweise, wenn beim Duschen oder im Whirlpool Wasserdampf eingeatmet wird. Mögliche Folge ist die so genannte Legionärskrankheit, also eine Lungenentzündung. Und diese nimmt deutlich zu.

So werden dem Bundesamt für Gesundheit jährlich rund 400 Fälle gemeldet. Die ersten Symptome einer Legionellose zeigen sich zwei bis zehn Tage nach der Ansteckung, und zwar mit Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen, Reizhusten sowie Appetitverlust. Je nachdem kann die Krankheit als leichte bis schwere Lungenentzündung verlaufen. Im schlimmsten Fall endet sie tödlich.

Keine Chance den Legionellen

Die beste Maßnahme, um eine Vermehrung der Legionellen zu verhindern, besteht darin, eine Heißwassertemperatur von 60 °C am Boilerausgang bzw. 55 °C im Leitungssystem sicherzustellen.

Wird ein Wasserhahn längere Zeit nicht benutzt, kann man das Risiko senken, indem man erst mal ein paar Liter Wasser ablaufen lässt. Idealerweise sollten alle Wasserentnahmestellen täglich oder zumindest alle drei Tage genutzt werden, damit das Wasser nicht allzu lange stehen kann.

Legionellen im Wasserdampf

Wurde die Dusche mehrere Tage nicht benutzt, sollte man auch sie vor der Nutzung erst mal laufen lassen. Wichtig ist, dass man den Raum verlässt und das Fenster öffnet, damit man die möglicherweise im ersten Wasserdampf enthaltenen Legionellen nicht einatmet.

Mischdüsen von Wasserhähnen sowie Duschköpfe sollten immer mal wieder entkalkt werden. Der Kalk führt nämlich dazu, dass beim Wasserdurchfluss feinere Tröpfchen entstehen. Das erhöht die Gefahr, dass Wasserdampf und damit Legionellen eingeatmet werden können.

(L'essentiel/mst)

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