Studie

17. Juni 2019 12:15; Akt: 17.06.2019 12:38 Print

Wir verlieben uns immer in die Gleichen

Ein kanadisches Forscher-Team hat herausgefunden, dass neue Partner stark unseren Ex-Partnern ähneln. Nur bei sehr neugierigen Menschen ist das anders.

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Eine Studie beweist es nun: Wir verlieben uns tatsächlich immer in denselben Typ. (Bild: Pixabay/5688709)

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Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie sehr erinnert der Charakter des aktuellen Partners an den des Ex-Partners? Würden Forschende der Universität in Toronto diese Frage beantworten, würde die Antwort mit Sicherheit «10» lauten. Basierend auf Daten aus Deutschland haben kanadische Wissenschaftler nämlich herausgefunden, dass sich die Meisten ziemlich oft in den gleichen Typ Mensch verlieben.

Für die Studie wertete das Team um die Soziologin Susan Fiske die Daten von 332 Teilnehmenden aus, die zwischen 2008 und 2017 zwei verschiedene Partner hatten. Die Studienteilnehmenden mussten dafür Fragebogen ausfüllen – ihre Ex- sowie die aktuellen Partner ebenfalls. Die Aufgabe war, der eigenen Persönlichkeit bestimmte Merkmale zuzuordnen: Sie mussten angeben, wie pflichtbewusst sie sind, ob sie neurotische Züge haben, für wie introvertiert sie sich halten und ob sie offen für Neues sind.

Gleich und gleich gesellt sich gern

Die Forscher hielten zwei Erkenntnisse fest: Zum einen schätzten sich die Teilnehmenden sehr häufig sehr ähnlich zu ihren aktuellen Partnern ein. Zum anderen fiel die Selbsteinschätzung der Partner und die ihrer Vorgänger in knapp 70 Prozent der Fälle beinahe identisch aus. Heißt also: Menschen suchen sich Partner, die nicht nur ihnen selbst, sondern auch ihren Ex-Partnern ähnlich sind.

«Nach einer Trennung glauben viele Menschen, dass sie nun besser wissen, wie ihr neuer Partner sein soll», schreiben die Autorinnen und Autoren der Studie dazu. «Unsere Studienergebnisse legen allerdings nahe, dass Menschen – zumindest in Teilen – fast immer Beziehungen zu einem bestimmten Typ eingehen», so Susan Fiske.

Algorithmus fürs Online-Dating entwickeln

Doch es gibt auch Menschen, die vom Muster abweichen: Bei denjenigen, die sich selbst als besonders extrovertiert und offen für Neues charakterisierten, haben die aktuelle und die alte Liebe sehr wenig gemein.

Die große Frage, warum sich viele bei der Partnerwahl so verhalten, konnten die Forscher übrigens nicht beantworten. Dafür seien weitere Studien notwendig, so Fiske. Eine Idee, wofür sie die zukünftigen Daten verwenden könnten, ist allerdings schon da: «Wir könnten einen treffsicheren Algorithmus fürs Online-Dating entwickeln oder Methoden, um bestehende Beziehungen zu verbessern.»

(L'essentiel/Friday/Gina Buhl)

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