Nach Grossbrand

01. Oktober 2019 12:56; Akt: 03.10.2019 19:41 Print

Die Feuerwehr kämpft noch gegen Glutnester

ECHTERNACH – Am Dienstag ist ein Feuer im Industriegebiet von Echternach bei einem Flugzeugteilehersteller ausgebrochen. Die Löscharbeiten dauern noch an.

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Gegen 12.30 Uhr am Dienstagmittag gingen die ersten Bilder in der Redaktion von L'essentiel ein. Im Echternacher Industriegebiet ist am Dienstag ein Feuer ausgebrochen. Zunächst war von einem lauten Knall die Rede. Hinweise auf eine Explosion hätten sich zunächst aber nicht bestätigt, sagte ein Polizeisprecher. Am Mittwochmorgen ist ein Großteil des Brandes gelöscht, aber noch immer sind Feuerwehrleute im Einsatz. Sie kämpfen gegen einzelne Glutnester, was sich nach Aussage eines Unternehmenssprechers als besonders schwierig erweist. Die vom Brand getroffene Halle sei teilweise Einsturz gefährdet, so der Sprecher von Euro-Composites gegenüber L'essentiel.

Gegen 13 Uhr kamen zahlreiche Einheiten des CGDIS am Einsatzort, der Firma Euro-Composites, an. Cedric Gantzer, Sprecher des großherzoglichen Feuerwehrverbandes, erklärte L'essentiel, dass der Krisenstab aktiviert worden ist. Der gesamte Betrieb musste evakuiert werden. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 800 Mitarbeiter. Verletzt wurde bisher niemand.

Drohnen und 100 Feuerwehrleute im Einsatz

«Wir bereiten uns auf einen längeren Einsatz vor», sagte Gantzer. Die zunächst 80 Einsatzkräfte wurden am Nachmittag erneut aufgestockt. «Jetzt kämpfen rund 100 Feuerwehrmänner und Frauen gegen das Feuer», so Gantzer. Sie wurden aus dem ganzen Land zum Brandherd gerufen. Die meisten von ihnen sind Freiwillige. Auch für die Feuerwehrleute ist medizinisches Personal für Notfälle vor Ort.

In der Firma ist ein Kunstharz in Brand geraten, das in der Raumfahrttechnik genutzt wird. Dieses ist eigentlich dafür bekannt, schwer entflammbar zu sein. Doch bereits vor vier Jahren war bei der Firma ein Feuer ausgebrochen. Zur Herstellung bestimmter Stoffe müssen Öle auf eine Temperatur von 600 Grad erhitzt werden. Messtechniker sind nun damit beschäftigt, den Rauch, der Richtung Deutschland zieht, auf gesundheitsschädliche Stoffe zu analysieren. Auch für die Region Trier-Saarburg wurde eine Warnung ausgegeben.

«Es brennt noch ziemlich stark»

Mit Drohnen machen sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr ein Bild von der Lage. Als der CGDIS am Einsatzort anrückte, stand die Industriehalle vollständig in Flammen. Mittlerweile ist der Brand unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht. «Es brennt noch ziemlich stark», sagte Gantzer zum Stand der Löscharbeiten gegen 17 Uhr auf Anfrage von L'essentiel.

Die Echternacher Bevölkerung wurde aufgerufen, die Zufahrtswege für die Feuerwehr und die Rettungsdienste freizumachen. Außerdem sind Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Kräfteg Exposioun um Mosantos-Bierg

Gepostet von Nicole Sauber am Dienstag, 1. Oktober 2019

(sw/fl/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kaa am 01.10.2019 19:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rouen 2 ? Hoffentlech setzt Madame la Ministre de l’Environnement sech (an hiere Ministère) direkt an fir eraus ze fannen watt fir eng Gefter/ Schuedstoffer an d’Atmosphere komm sin...?

  • Léon am 01.10.2019 19:15 Report Diesen Beitrag melden

    Et quel pollution et les verts sont invisibles

  • Julie am 02.10.2019 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt ist die Sauer verschmutzt, gleiches Problem wie vor Wochen bei Kronospan Suessem, dabei muss sogar ein simples Administrativ- oder Bankgebäude ein Rückhaltebecken für das Löschwasser haben, bei Industrie müsste das entsprechend grösser ausfallen um genau diese Umweltkatastrophen zu vermeiden !

Die neusten Leser-Kommentare

  • Julie am 02.10.2019 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt ist die Sauer verschmutzt, gleiches Problem wie vor Wochen bei Kronospan Suessem, dabei muss sogar ein simples Administrativ- oder Bankgebäude ein Rückhaltebecken für das Löschwasser haben, bei Industrie müsste das entsprechend grösser ausfallen um genau diese Umweltkatastrophen zu vermeiden !

  • Léon am 01.10.2019 19:15 Report Diesen Beitrag melden

    Et quel pollution et les verts sont invisibles

  • kaa am 01.10.2019 19:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rouen 2 ? Hoffentlech setzt Madame la Ministre de l’Environnement sech (an hiere Ministère) direkt an fir eraus ze fannen watt fir eng Gefter/ Schuedstoffer an d’Atmosphere komm sin...?

  • Carole am 01.10.2019 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Et as dach verbueden Dreck ze verbrennen !