Sprengung in Hosingen

09. Juli 2018 17:18; Akt: 04.12.2018 17:54 Print

Automaten-​​Knacker kamen mit Fahrrad zum Tatort

PARC HOSINGEN/HEIDERSCHEID – In der Nacht auf Montag schlugen erneut Automaten-Knacker im Norden zu. Die Polizei verfolgt eine erste Spur – und hofft auf Zeugenaussagen.

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Innerhalb weniger Wochen flogen in Luxemburg drei Geldautomaten in die Luft. In Zusammenhang mit den Sprengungen in Heiderscheid (9. Juni, 3.30 Uhr) und Parc Hosingen (9. Juli, 2.41 Uhr) bittet die Polizei jetzt die Bevölkerung um Mithilfe.

Die Ermittler gehen davon aus, dass eine nordafrikanische Tätergruppe für die Einbrüche verantwortlich ist. Eine entsprechende Fahndung wurde bereits eingeleitet. Die Gangster sollen von den Niederlanden aus operieren und bereits mehrere Tage im Voraus nach Luxemburg eingereist sein. Auffälliges Merkmal: Die Bande soll mit stark motorisierten Fahrzeugen – wahrscheinlich mit niederländischen Kennzeichen – unterwegs sein.

Per Fahrrad herangeschlichen

Beim nächtlichen Coup beim Schwimmbad in Parc Hosingen vertrauten die Einbrecher jedoch auf unauffälligere Gefährte: Laut Polizei schlichen sich zwei Täter per Fahrrad an den Tatort heran. Dann sprengten sie den Geldautomaten aus der Mauer – und machten sich anschließend mit der Beute aus dem Staub. Ob die normalerweise in den Geldkassetten befindlichen Sicherheitsmechanismen gegriffen haben, ist nicht bekannt.

Die Polizei hofft nun, dass sich Zeugen melden, die mögliche Hinweise auf die Täter liefern können. Die Beamten interessieren sich unter anderem dafür, wer kürzlich Wohnungen, Zimmer oder Campingplätze an Reisende aus den Niederlanden vermietet hat, die gegebenenfalls ins Täterprofil passen. Zudem dürften die zwei Fahrräder, mit denen die Panzerknacker zum Tatort in Parc Hosingen fuhren, im Norden des Landes geklaut worden sein.

(jt/L'essentiel)