Auch in Luxemburg

05. Juni 2020 14:57; Akt: 05.06.2020 17:43 Print

1500 Menschen protestieren für George Floyd

LUXEMBURG – Auch im Großherzogtum hat sich vor der amerikanischen Botschaft eine große Menschenmenge versammelt, um gegen Rassismus und Polizeigewalt zu demonstrieren.

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Es ist das Echo eines unerträglichen Videos, das – mehr als 7000 Kilometer von Minneapolis entfernt – widerhallt. Am Freitag versammelten sich laut Polizeiangaben rund 1500 Menschen vor der amerikanischen Botschaft, um Rassismus und Polizeigewalt anzuprangern, mehr als zehn Tage nach dem Tod von George Floyd.

Viele junge Menschen, Schüler, Afroamerikaner, Luxemburger und Einwohner aller Herkunft schrien ihren Ärger mit Slogans wie «Blacks lives matter», «I can’t breath», «Life» heraus. Während die Reden auf Englisch, Französisch und Portugiesisch vorgetragen wurden, knieten sich die Demonstranten regelmäßig auf den Boden und wiederholten die Geste des American Footballers Colin Kaepernick, als wollten sie ihren Widerstand gegen Polizeigewalt symbolisieren. Dazu ertönten Lieder von Beyoncé, Kendrick Lamar und 2Pac.

« Lasst uns zeigen, dass Luxemburg nicht schläft »

Die Proteste waren lautstark, aber völlig friedlich. In den Reden wurde zum Widerstand gegen «systematischen Rassismus» aufgerufen, wie Itopa, ein 33-jähriger Deutsch-Nigerianer aus Trier erklärte. «Luxemburg ist ein multikulturelles Land mit vielen Menschen afrikanischer Herkunft. Es ist positiv zu sehen, dass so viele Menschen für die gleiche Sache zusammenkommen.» «Es ist wichtig, dass unsere Stimme gehört wird, wie in New York, Los Angeles, Paris oder Berlin. Lasst uns zeigen, dass Luxemburg nicht schläft», rief ein anderer Aktivist.

«Um die Wahrheit zu sagen, würde ich gerne dort sein, um mit meiner Familie und meinen Freunden zu demonstrieren, sagte Vanessa, eine Amerikanerin, die seit drei Jahren in Luxemburg lebt. «Ich spüre ihren Schmerz, auch wenn ich weit weg bin. Aber es macht mich glücklich, so viele Menschen für unsere Sache versammelt zu sehen. Viele Menschen machen sich die Mühe, unseren Schmerz zu verstehen, und das ist das Wichtigste», so die junge Frau.

Die von dem antirassistischen Verein Lëtz Rise Up organisierte Veranstaltung war für die Verantwortlichen des gemeinnützigen Vereins ein durchschlagender Erfolg. Die Präsidentin Sandrine Gashonga forderte, dass die Gesellschaft sich selbst hinterfragen und sich ihren tief verwurzelten Problemen stellen müsse. «Ich wende mich auch an die Weißen: Kommen Sie nicht nur an einem Freitag zu einer Demonstration. Fragen Sie sich, was Sie jeden Tag tun, um den Rassismus zu bekämpfen.»

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jemp mülle am 05.06.2020 17:24 Report Diesen Beitrag melden

    Besteet Versammlungs verbot vun mer als 20 Persounen net méie ?

    einklappen einklappen
  • clod am 05.06.2020 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinn Portogiesen,Italeiner, Afrikaner,Cap Verdianwr,... nett Rasisteg geinnt Lëtzebuerger? Oh dach! Huelt emol den Bus an steiert eng vun denen wann sie an hieren Händy blähren, dann kritt dir nach freschheeten zeréck! Dobei leien sie dobei. Ech fannen virun 200Joer hunn Lëtzebuerger matt vill Sach an Krach geinnt Auslänesch Invasoren gekämft fir en freit Land ze ginn an elo geheien sie dat eweg.

  • clod am 05.06.2020 19:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wiesou demonstreieren sie hei an Lëtzebuerg? Den Floyd ass dach an Amerika dout gemacht ginn an nett hei. Ginn die dann och demonstreieren wann zb en lëtzebuerger an Afrika doud gemacht ginn? Bestëmmt nëtt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Schmad am 07.06.2020 23:26 Report Diesen Beitrag melden

    en x-fach virbestroften Intensivtäter widersetzt sech senger Verhaftung an bleiwt op der Streck - an Dausenden vun Idioten ginn protesteieren - souweit sinn mir ...

  • Dan am 07.06.2020 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hai si mer zu Lëtzebuerg! Huelt alleguer zesummen de Fliiger fier ann d'U.S.A. a gid dohin blären! Waat e Blödsinn! Wann se mid geschafft wären da wären se frouh fier doheem ze sin! Naicht aaneschtes ze din ann een mecht deem aaneren alles no! Lo beemol fille se sech och hai alleguer betraff ann hai och discrimineierd? Dei Madame Gashonga vun Lëtz rise up stachelt d'Lait geint eneen op ann elo beemol sin zu Lëtzebuerg och iwwerall Rassisten?! Fierwaat graift ais Police bai denen do net duerch...!? Versammlungsverbot ann net genuch Oofstand! Virun 2 Wochen wollten d'Lait fier oppe Grenzen matt Daitschland protesteiren ann ass net erlaabt gin! Fierwaat ged dee Quatsch do elo hai am Land erlaabt?! Lëtzebuerg ass multikulturell, weltoffen ann dei dei mengen si geifen hai schlecht behandelt gin musse jo net haiblaiwen! Et ged keen hai zeblaiwen forceiert!

  • Viv am 06.06.2020 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ma dann mol oofwarden weivill nei Fäll vun Corona mer an denrn nächsten 14 Deeg hun

  • clod am 05.06.2020 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinn Portogiesen,Italeiner, Afrikaner,Cap Verdianwr,... nett Rasisteg geinnt Lëtzebuerger? Oh dach! Huelt emol den Bus an steiert eng vun denen wann sie an hieren Händy blähren, dann kritt dir nach freschheeten zeréck! Dobei leien sie dobei. Ech fannen virun 200Joer hunn Lëtzebuerger matt vill Sach an Krach geinnt Auslänesch Invasoren gekämft fir en freit Land ze ginn an elo geheien sie dat eweg.

  • clod am 05.06.2020 19:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wiesou demonstreieren sie hei an Lëtzebuerg? Den Floyd ass dach an Amerika dout gemacht ginn an nett hei. Ginn die dann och demonstreieren wann zb en lëtzebuerger an Afrika doud gemacht ginn? Bestëmmt nëtt.