In Luxemburg

19. März 2018 13:13; Akt: 19.03.2018 13:52 Print

Kinderarbeit und Ausbeutung rücken in den Fokus

LUXEMBURG – 13 Organisationen aus dem Großherzogtum haben sich vereint, um Druck für Rechtsvorschriften zu Kinderarbeit und Menschenrechten zu machen.

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«Schließe deine Augen nicht!» Angesichts der Parlamentswahlen im Herbst fordern 13 zivilrechtliche Organisationen* die Politik zum Handeln auf. Sie wollen verbindliche Rechtsvorschriften für multinationale Unternehmen mit Sitz in Luxemburg. Dabei geht es um grundlegende Themen wie zum Beispiel Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Umweltabkommen oder Kinderarbeit. Die Organisationen haben dem Ministerium für Äußere und Europäische Angelegenheiten einen entsprechenden Vorschlag zugesandt. Nun hoffen sie, dass dieser in den nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte aufgenommen wird.

«Schlechte Arbeitsbedingungen, Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, Landraub, Klimawandel, Finanzierung bewaffneter Konflikte...Es gibt genug Beispiele, um Alarm zu schlagen und Maßnahmen zu ergreifen», sagt Antoyina Argirova von der Action Solidarité Tiers Monde (ASTM). Viele multinationale Konzerne haben ein eigenes ethisches Regelwerk oder soziale Programme ins Leben gerufen. Doch die Organisationen bemängeln, dass diese freiwilligen Maßnahmen oft nicht eingehalten werden und die Verletzung von Menschenrechten eskaliert. Daher schlagen sie vor, ein unabhängiges Aufsichtsorgan einzurichten. Dieses kann bei Missachtung der Rechtsvorschriften Sanktionen verhängen.

Andere Länder haben schon gehandelt

Das Projekt ist ein Teil einer internationalen Idee, die 2011 von den Vereinten Nationen initiiert wurde. So verabschiedete Frankreich 2017 beispielsweise ein Gesetz zur Überwachungspflicht von Muttergesellschaften und Unternehmen, die Aufträge erteilen. In Großbritannien müssen Firmen Zwangs- und Kinderarbeit explizit von ihrer gesamten Wertschöpfungskette ausschließen.

Von einer entsprechenden Gesetzgebung könnten in Luxemburg alle Beteiligten profitieren, meint Argirova.

*Action Solidarité Tiers Monde, Caritas Luxembourg, Cercle de coopération des ONGD, Centre pour une Paix Juste au Proche Orient, Commission luxembourgeoise Paix et Justice, Etika, Fairtrade Lëtzebuerg, Frères des Hommes Luxembourg, Greepeace Luxembourg, OGBL, OGBL Solidarité Syndicale, Partage.lu- Bridderlech Deelen, Sos Faim Luxembourg.

(Olivier Loyens/L'essentiel)

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