Stadt Luxemburg

28. Juni 2018 15:44; Akt: 29.06.2018 07:22 Print

Flüchtlinge sollen in altes Jaguar-​​Autohaus ziehen

LUXEMBURG – Das Integrationsbüro Olai will 300 Flüchtlinge in einem früheren Autohaus in der Hauptstadt unterbringen. Das Rathaus ist mit den Plänen bereits befasst.

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Das frühere Autohaus liegt an der Route d'Arlon, unweit von CHL und der Finanzmarktaufsicht CSSF. (Bild: Keystone)

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Das Office luxembourgeois de l'accueil et de l'intégration (Olai) plant laut Informationen von L'essentiel eine neue Flüchtlingsherberge an der Route d'Arlon Nummer 293. An der Adresse wurde früher ein Autohaus der Marke Jaguar betrieben. Ein Plan, dort eine Kfz-Kontrollstation der SNCT zu errichten, scheiterte 2016 am Einspruch der lokalen Behörden.

Nun hat der Eigentümer des Areals einen Mietvertrag mit dem Olai unterzeichnet. Wo einst teure Karossen in der Auslage standen, sollen künftig – inklusive der hinteren Nebengebäude – an die 300 Asylbewerber eine Bleibe finden.

Gemeinde muss grünes Licht geben

Im alten Centre de Logopédie in Strassen sind derzeit 180 Migranten untergebracht. Sie sollen nun, eine Straße weiter, in das neue Zentrum an der Route d'Arlon umsiedeln. Im früheren Autohaus wäre zudem noch für 120 weitere Schutzsuchende Platz, eventuell auch für Büros. Das frühere Logopädiezentrum in der Nähe des Centre Hospitalier de Luxembourg (CHL) wird indes für neue Räumlichkeiten des Lycée Technique pour Professions de Santé (LTPS) gebraucht.

Das Ministerium für Infrastruktur ist in der Sache bereits an die Stadt Luxemburg herangetreten. In einem Schreiben werden die notwendigen Arbeiten für das Flüchtlingsheim detailliert beschrieben. Der Technische Dienst im Rathaus wird sich nun mit den Plänen befassen. Im Endeffekt liegt es aber an der seit vergangenem Herbst am Knuedler regierenden Koalition aus DP und CSV, grünes Licht zu geben. Wenige Monate vor den Parlamentswahlen sind Diskussionen über das Projekt an der westlichen Stadtgrenze wohl vorprogrammiert.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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