In Luxemburg

11. Juli 2018 09:50; Akt: 11.07.2018 09:58 Print

Wer soziale Beihilfe braucht, muss sich aktiv zeigen

LUXEMBURG – Am Dienstag wurde das Gesetz zur neuen sozialen Beihilfe (Revis) verabschiedet. Das Einkommen zur sozialen Inklusion ersetzt das garantierte Mindesteinkommen (RMG).

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Revis-Empfänger müssen bei der ADEM Beweise aufbringen, dass sie aktiv auf der Suche nach Arbeit sind. (Bild: Editpress)

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Das Gesetz zum «Revenu d'inclusion sociale» (Revis), das am Dienstag verabschiedet wurde, wird Anfang des nächsten Jahres in Kraft treten. Damit ersetzt das neue Einkommen für soziale Inklusion das gesetzlich garantierte Mindesteinkommen (RMG).

Das «Revenu d'insertion sociale» (Revis) wird in zwei Komponenten aufgeteilt. Der erste Teil sieht die Bereitstellung eines Grundeinkommens für Arbeitslose im Alter von mehr als 25 Jahren vor, der andere eine Unterstützungsleistung, die die üblichen Haushaltsausgaben berücksichtigt. Jeder dieser Zuschüsse beträgt jeweils 701,19 Euro pro Person (insgesamt 1402,38 Euro pro Monat). Das garantierte Mindesteinkommen (RMG) beträgt derzeit 1401,18 Euro für eine Einzelperson. Zudem erhalten die Haushalte pro Kind künftig 217,71 Euro mehr, bei Alleinerziehenden steigt der Betrag auf 282,07 Euro.

Laut Regierung werden die Gesamtkosten für das neue Einkommen etwa 146 Millionen Euro pro Jahr betragen. Wer die neue Beihilfe beantragt, muss allerdings gewisse Voraussetzungen erfüllen. Um die Beihilfe zu erhalten, muss der Empfänger gegenüber der Adem regelmäßig vorzeigen, dass er aktiv auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung ist.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Menni am 11.07.2018 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Was vielleicht viele Leute nicht wissen, das REVIS ist nur eine Art von Darlehen das zurück erstattet werden muss sobald sich die (hick) finanzielle Lage des Empfängers durch Erbschaft bessern würde. Absolut beschämend, Herr Minister ...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Menni am 11.07.2018 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Was vielleicht viele Leute nicht wissen, das REVIS ist nur eine Art von Darlehen das zurück erstattet werden muss sobald sich die (hick) finanzielle Lage des Empfängers durch Erbschaft bessern würde. Absolut beschämend, Herr Minister ...

    • Müller Sandra am 11.07.2018 13:22 Report Diesen Beitrag melden

      Menni, das ist bei RMG im Moment auch so. Es ist aber nicht fair, dass nur bei Erbschaft der RMG zurückgezahlt werden muss, die die aber nichts besitzen, zahlen nichts zurück. Aber wie hat man mir mal bei Fonds nationale de solidarité geantwortet: Das ist Solidarität !

    • Dusninja am 11.07.2018 17:48 Report Diesen Beitrag melden

      Meines Wissen muss das RMG in jedem Fall zuerückerstattet werden, wenn sich die Situation verbessert, nicht nur bei Erbschaft also. Bemerkt nur keiner, weil dies meistens nicht der Fall ist, und RMGler Deuerbezieher bleiben.

    • Dimitrij am 12.07.2018 02:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dusninja Das stimmt so nicht.Rmg muss lediglich bei Erbschaft und beim Verkauf der Wohnung zurück gezahlt werden.

    • ramon Strainchamps am 12.07.2018 13:53 Report Diesen Beitrag melden

      falsch so wird z.b. der R.M.G.Betrag sofort fällig wenn jemand seine Wohnung in Luxemburg verkauft und z.b. ins Ausland zieht

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