Erster Fall

08. August 2017 16:44; Akt: 09.08.2017 18:33 Print

Eierskandal in Luxemburg angekommen

LUXEMBURG – Am Dienstag wurde der erste Fall von belasteten Eiern im Großherzogtum bekannt. Die Lebensmittelhändler leiten weitere Vorsichtsmaßnahmen ein.

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In Luxemburg wurden nun belastete Eier gefunden. (Bild: DPA/Marcel Kusch)

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Der Eierskandal aus den Niederlanden hat auch Auswirkungen auf Luxemburg: Denn die mit dem Insektizid Fipronil belasteten Eier sind nicht nur in den Ländern rund um das Großherzotum nachgewiesen worden – seit diesem Dienstag ist auch ein Fall aus Luxemburg bekannt. Wie die Regierung mitteilt, hat Aldi verunreinigte Eier in seinem Sortiment. Die Lebensmittel wurden seit dem 25. Juli verkauft und sind bis zum 15./16. August haltbar. Die Identifikationsnummern lauten X-NL42364-XX und X-NL43868-XX.

Dabei hatte Veterinärinspekteur Jean Brasseur kurz zuvor noch beschwichtigt. «Wir haben sofort Maßnahmen ergriffen, um jegliches Risiko zu vermeiden», sagte er. Alle Produkte, die «direkt oder indirekt kontaminiert sein könnten, wurden aus den Regalen genommen.» Eine 100-prozentige Sicherheit könne es jedoch nicht geben, meinte er – und wurde nun bestätigt.

Entwarnung für Cactus-Eier

Die Warenhauskette Auchan hat beschlossen, das Vorsorgeprinzip anzuwenden. «Wir haben Produkte zurückgezogen, die möglicherweise kontaminiert sein könnten», sagt ein Sprecher auf Nachfrage von L'essentiel. So zum Beispiel flüssiges Eiweiß, das gerne zum Backen genommen wird. Es besteht aber keine Gefahr für die Gesundheit, wie das Unternehmen versichert. Der Supermarkt Match ließ verlauten, dass sie keine Eier aus den Niederlanden verkaufen.

Auch Cactus sah am gestrigen Dienstag noch keine Probleme. «Wir werden nicht aus den Niederlanden beliefert», sagt ein Sprecher. Das Gesundheitsministerium hat am heutigen Mittwoch allerdings bekannt gegeben, dass Eier der Supermarkt-Kette vom 11. Juli positiv auf geringe Mengen Fipronil getestet wurden. In einer Pressemitteilung hieß es, dass Cacuts zwar keine Eier aus Holland bezieht, aber dass der Zulieferer je nach Bedarf auch niederländische Eier liefert. Ein Riskio besteht aber trotzdem nicht, denn der Lieferant hat Cactus seit Anfang Juli keine Eier mehr zugestellt.

Keine 100-prozentige Gewissheit

Die verunreinigten Eier tauchten bisher in Frankreich, Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Großbritannien auf. Nun ist auch das Großherzogtum betroffen.

Das Insektizid wird zur Bekämpfung von Flöhen, Läusen, Schaben, Zecken und Milben eingesetzt. Der Stoff kann in hoher Dosis Schäden an Leber, Schilddrüse oder Niere verursachen, sagte eine Sprecherin der Lebensmittelaufsichtsbehörde NVWA.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gru am 08.08.2017 19:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ëch hunn ëtt schons un méngen Éer gespiért ! :-)

  • Karin am 09.08.2017 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ech kaafen meng Gacken direct vum Bauer aus Letzebuerg - also kee Problem ;)

  • dusninja am 08.08.2017 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das war ja zu erwarten, wenn selbst in Frankreich welche sind. Aber erstmal grosskotzig abwiegeln, wie bei der letzten Hühnergrippe.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Karin am 09.08.2017 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ech kaafen meng Gacken direct vum Bauer aus Letzebuerg - also kee Problem ;)

  • jones am 09.08.2017 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich hatte ja schon am Samstag in einem Kommentar geschrieben,dass im Aldi Marnach, Eier mit NL Stempel verkauft werden...aber die Leute werden erst 3 Tage später informiert......??

  • Gru am 08.08.2017 19:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ëch hunn ëtt schons un méngen Éer gespiért ! :-)

  • dusninja am 08.08.2017 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das war ja zu erwarten, wenn selbst in Frankreich welche sind. Aber erstmal grosskotzig abwiegeln, wie bei der letzten Hühnergrippe.