Luxemburg

17. Juli 2017 14:25; Akt: 17.07.2017 17:58 Print

Hat der Leudelinger Wolf acht Schafe gerissen?

GARNICH - Am vergangenen Wochenende wurden in Luxemburg acht Schafe getötet. Experten schließen nicht aus, dass ein Wolf sie gerissen hat. DNA-Analysen sollen Aufschluss geben.

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Dieses Foto schoss ein Landwirt vor zwei Wochen nahe Leudelingen. Seither wird vermutet, dass sich wieder ein Wohl in Luxemburg umtreibt. (Bild: Gaston Origer)

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Am vergangenen Samstag hat ein Landwirt im Raum Garnich auf einer Weide acht gerissene Schafe gefunden. Die Weide ist nur wenige Kilometer von dem Ort nahe Leudelingen entfernt, an dem vor zwei Wochen ein wolfsähnliches Tier fotografiert worden war. Das teilt das Ministerium für nachhaltige Entwicklung am Montag mit.

Der Landwirt habe sofort die Naturverwaltung verständigt, die am späten Samstagabend mit einigen Experten mehrere Stunden vor Ort war. Sie untersuchten die Umgebung sowie die gerissenen Schafe eingehend, und nahmen DNA-Proben an den Bisswunden. Die Proben werden in den nächsten Wochen am Senckenberg-Institut Gelnhausen (Deutschland) untersucht.

Ein Wolf als Verursacher könne aufgrund der ersten Untersuchungen nicht ausgeschlossen werden, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Um Gewissehit zu erlangen, müssten die Ergebnisse der DNA-Proben abgewartet werden. Dies könne mehrere Wochen dauern.

Wolf auf dem Vormarsch

Der Aktions- und Managementplan für den Umgang mit Wölfen in Luxemburg, der unter anderem zusammen mit Akteuren aus dem landwirtschaftlichen Sektor erstellt wurde, sieht im Falle von Wolfsrissen eine finanzielle Entschädigung der betroffenen Landwirte vor.

Seit etwa 25 Jahren besiedelt der Wolf wieder Europa. Aufgrund seiner Anwesenheit im französischen Grenzgebiet seit einigen Jahren, sowie auch der Ausbreitung der deutsch-polnischen Population nach Westen, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch in Luxemburg wieder Wölfe heimisch werden würden.

Wölfe sind scheue Tiere und meiden in der Regel den direkten Kontakt zum Menschen. Begegnungen zwischen Mensch und Wolf sind daher äußerst selten, aber nicht unmöglich. In der Regel ziehen sich Wölfe zurück, sobald sie einen Menschen bemerken.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • De Jeeër am 17.07.2017 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wann et bestätegt gëtt, datt et schon dee Wollef war, deen säit kuerzem bei eis sollt hantéieren, brauch een sech net méi ze wonneren firwat een se bei eis zënter 100 Joeren net méi gesäit.

  • Struppes am 18.07.2017 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komm mir rotten alles aus waat fir eis eng gefor duer stellt... Firwaat rotten mer eis net selwer aus, well mir sin dei greissten gefor!

  • den Schumi am 17.07.2017 16:39 Report Diesen Beitrag melden

    zum Abschuss bereit geben

Die neusten Leser-Kommentare

  • Struppes am 18.07.2017 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komm mir rotten alles aus waat fir eis eng gefor duer stellt... Firwaat rotten mer eis net selwer aus, well mir sin dei greissten gefor!

  • Denkfabrik am 17.07.2017 17:56 Report Diesen Beitrag melden

    an wie aset mat der nationaler Secherheet?Nach nie epes vum Wollef an dem Rotkäpchen héieren?Wann mol esu een hongerichen Wollef bei eng Spillplaaz kent an de Batti spillt?Krit Mam dan eng Entschädigung vum Landwirtschaftsministär fir sein Kand?

  • den Schumi am 17.07.2017 16:39 Report Diesen Beitrag melden

    zum Abschuss bereit geben

  • De Jeeër am 17.07.2017 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wann et bestätegt gëtt, datt et schon dee Wollef war, deen säit kuerzem bei eis sollt hantéieren, brauch een sech net méi ze wonneren firwat een se bei eis zënter 100 Joeren net méi gesäit.