Betrugsmasche

29. November 2016 17:26; Akt: 30.11.2016 07:18 Print

Immobilienbetrug in Luxemburg aufgedeckt

LUXEMBURG – Nach mehr als 1000 erstatteten Anzeigen in Frankreich führte die Polizei gestern einen Einsatz durch. Unter anderem in Düdelingen.

storybild

Ermittler der Polizei durchsuchten gestern die Büros in der Route de Kayl 113 in Düdelingen. (Bild: Editpress)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die französischen und luxemburgischen Behörden waren der Firma «FLA Consulting» schon seit einiger Zeit auf den Fersen. Die Firma war zuerst in Luxemburg-Stadt ansässig, danach in Howald und schlussendlich in Düdelingen. Sie arbeitet vom Großherzogtum aus, mit Hilfe eines Teams von Telefonverkäuferinnen. Die Mission dieser Verkäuferinnen war es «Kunden» zu finden, die ihre Immobilie in Frankreich dringend verkaufen wollten. FLA Consulting benutzte dafür verschiedene Internetseiten, mit anschaulichen Namen wie «monchoiximmo»,« storeimmo», «monsiteimmo» oder «mavisionimmo».

Eines der Opfer hat sich L’essentiel anvertraut: «Ich wurde von Mavisionimmo aus Lille angerufen. Eine Frau sagte mir, sie sei von Kunden beauftragt worden, meine Immobilie zu besichtigen. Der Termin war kostenpflichtig: 390 Euro.» Am Tag des Termins kam niemand – und das Geld war abgebucht worden, ohne eine Möglichkeit, es zurück zu bekommen. In Lille gibt es natürlich keine Firma mit dem Namen «Mavisionimmo». Fälle wie dieser, begleitet von Anzeigen, wurden in den letzten Monaten zu Hunderten von der Polizei gesammelt. Die Arbeitsmethode war immer die gleiche.

Firmenchef wurde von der Polizei verhaftet

Bis zu dem gestern organisierten Einsatz. Der vermutliche Leiter der Firma FLA Consulting soll um 6 Uhr morgens von der Polizei in Düdelingen verhaftet worden sein. Bei der folgenden Hausdurchsuchung sollen großen Mengen Bargeld gefunden worden sein. Verschiedene andere Personen, direkt oder indirekt in diesen saftigen Betrug verwickelt, wurden ebenfalls in Gewahrsam genommen und verhört.

Die Hausdurchsuchungen wurden gestern in Luxemburg fortgeführt. Es werden weitere Beweise gesucht, die es erlauben sollen, den vermeintlichen Betrügern das Handwerk zu legen.

(Patrick Théry/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.