Flüchtlingshilfe

05. September 2016 10:34; Akt: 05.09.2016 11:02 Print

Luxemburger Ärzte im Einsatz für syrische Kinder

LUXEMBURG – Ein Ärzteteam des CHL hat in Jordanien Kinder aus Flüchtlingscamps behandelt. Die drei Helfer operierten 26 kleine Patienten.

storybild

Drei für Jordanien: Das Team aus dem CHL hat in Amman 26 Patienten operiert. (Bild: L'essentiel)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Drei Ärzte aus dem Centre hospitalier de Luxcembourg (CHL) sind dem Ruf der französischen Hilfsorganisation La Chaîne de l’Espoir gefolgt und haben einen Teil ihres Urlaubs in einem Flüchtlingslager in Jordanien verbracht – als Helfer. Miriam Raffel, Bernd Schmitz und Jerry Kiefer sind vom 20. bis zum 27. August in das arabische Land gereist. «Es war eine humanitäre Mission, die von der Europäischen Kommission finanziert wurde», erklärt Jerry Kieffer. In einem Lager für syrische Flüchtlinge hielten die drei Chirurgen 105 Sprechstunden mit Kindern ab. 26 von ihnen operierten die Luxemburger Ärzte.

Die meisten Erkrankungen waren Fehlstellungen der Hüfte und Klumpfüße. «Bei uns werden diese Dinge bei der Geburt diagnostiziert und direkt behandelt – ohne OP», erklärt Jerry Kieffer. «Hier schleppen die Menschen sie für sechs bis acht Jahre mit sich herum.» Die Behandlungen in Jordanien waren eine echte Herausforderung. «Bei uns sind das relativ einfache Eingriffe – aber es gibt andere Bedingungen», sagt Kieffer.

Schlechtere Ausstattung

Die Hilfsorganisation hatte eine Operationssaal in einem Krankenhaus in der jordanischen Hauptstadt Amman gemietet. Hier führte das Ärzteteam aus Luxemburg drei bis vier Operationen pro Tag durch, jede dauerte drei bis vier Stunden. Unterstüzt wurden sie dabei von Mitarbeitern aus Jordanien – aber nicht von dem Material, dass sie aus Luxemburg gewohnt sind. Insbesondere Mittel, um die Schmerzen der Patienten zu erleichtern, fehlten. Zurückgekehrt ins «kühle» Luxemburg werden die Ärzte ihre exzellenten Arbeitsbedingungen neu zu schätzen wissen. «Obwohl wir ja die Angewohnheit hatten, uns zu beschweren», lacht Kieffer.

Nach dem er bereits in Afrika gearbeitet hat, will der Arzt Ende 2016 eine Filiale von La Chaîne de l’Espoir in Luxemburg eröffnen.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.