Leichter Dämpfer

18. April 2018 18:41; Akt: 18.04.2018 18:59 Print

Handwerk wächst dank Ein-​​Mann-​​Betrieben

LUXEMBURG – Trotz immer noch positiver Zahlen wächst das Handwerk langsamer als im letzen Jahr. Das seien Spätfolgen der Wirtschaftskrise, erklärt ein Experte der Handwerkskammer.

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Die Zahl der Handwerksbetriebe hat sich seit den 1990er Jahren kontinuierlich erhöht und erreichte im vergangenen Jahr 7303 Einheiten. Die Neugründungen lagen im vergangenen Jahr mit 269 leicht über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Im Schnitt waren es 245. Das geht aus den von der Handwerkskammer vorgelegten Daten hervor. In diesem Zusammenhang gewinnt der Anteil der Ein-Mann-Betriebe an Bedeutung. Er macht jetzt 35 Prozent der Gesamtzahl aus, 30 Prozent waren es noch im Jahr 2010.

«Wir glauben, dass diese Erhöhung mit der jüngsten Reform des Niederlassungsrechts zusammenhängt, die es einem Arbeitnehmer seit 2011 ermöglicht, sein eigenes Unternehmen zu gründen», sagt Norry Dondelinger, Direktor der Wirtschaftsabteilung der Handwerkskammer.

Wegen Fachkräftemangel mehr Grenzgänger

Auch das Beschäftigungswachstum setzte sich fort, allerdings in geringerem Umfang, dem niedrigsten seit 2012. Die Branche hat über ein Jahr hinweg 1000 Beschäftigte hinzugewonnen und verfügt jetzt über insgesamt 91.563 Beschäftigte. «Das Aktivitätsniveau ist seit Ende 2013 und dem Ende der Wirtschaftskrise stark gestiegen und hat dann 2016/2017 an Intensität verloren. Das hat sich auf die Beschäftigung ausgewirkt», so Norry Dondelinger weiter.

Der Mangel an Fachkräften ist auch eines der Hindernisse bei der Einstellung von Führungskräften, «die immer weiter weg, in Nancy oder Lüttich, rekrutieren werden». Damit sind die Hälfte der Beschäftigten in diesem Sektor Grenzgänger.

(mv/L'essentiel)

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