Gefahr durch Blaualgen

31. Juli 2018 16:45; Akt: 31.07.2018 17:02 Print

Gift-​​Bakterien beenden die Badesaison am See

LUXEMBURG – Umweltexperten des Nachhaltigkeitsministeriums informierten am Dienstag über das Blaualgen-Problem an zwei Luxemburger Badegewässern.

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Die Blaualgen sind mit dem bloßen Auge nicht erkennbar und können schwere Gesundheitsschäden hervorrufen. (Bild: Editpress/Didier Sylvestre)

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Ein giftiger, praktisch unsichtbarer Algenteppich hat sich in den vergangenen Tagen im Obersauer-Stausee und im See in Weiswampach angesammelt. Wegen der gefährlichen Cyanobakterien – besser als Blaualgen bekannt – wurde das Schwimmen in den beiden Gewässern untersagt.

«Das gute Wetter ist nicht die Hauptursache für die Verbreitung der Blaualgen so früh in der Saison», sagt Experte Christian Penny vom Luxembourg Institute of Technology (List). «Wir müssen unsere Wasservorräte schützen, um negative Auswirkungen auf unsere Wirtschaft und unseren Tourismus zu vermeiden. Wir müssen die Zufuhr an Stickstoff und Phosphor begrenzen, indem wir die Abwasseraufbereitung und den Dialog mit den Landwirten in den Gewässer-Einzugsgebieten verbessern.»

Wichtiges Trinkwasser-Reservoir

50 Prozent des Trinkwassers in Luxemburg kommt aus dem Obersauer-Stausee, das entspricht 70.000 Kubikmeter pro Tag. Deshalb ist es umso wichtiger, dass das Reservoir wirksamer vor Schadstoffen geschützt wird. Das könnte auch zu einer Reduktion der Blaualgen führen.

Trotz des offiziellen Badeverbots wollen sich viele Touristen aus Belgien und Niederlanden den Badespaß in freier Natur nicht verderben lassen (siehe Artikel hier) und schwimmen auf eigene Gefahr durch den See. «Wir müssen die Kommunikation mit Ausländern verbessern, die sich auf die Berichte luxemburgischer Medien nicht verlassen», sagt Christian Penny. «Die Blaualgen sind mikroskopisch klein und mit dem freien Auge kaum zu erkennen. Die ersten Symptome können Kopfschmerzen, Gastroenteritis oder Hautreizungen sein, bevor die Bakterien die Nieren und das Gehirn angreifen.»

Badegäste, die auf eine Besserung der Situation bis zum Ende der Saison hoffen, müssen die Experten leider enttäuschen: «Es bräuchte eine lange Schlechtwetterperiode mit Wind und Regen, damit die Cyanobakterien sich auflösen», erklärt Penny. «Das Risiko ist leider groß, dass das Problem bis Oktober oder November bestehen wird, wenn die Wassermassen durchgemischt werden und die Temperaturen sinken.»

(fl/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sonnenanbeter am 01.08.2018 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Iwwerdüngung! Daat war mir vun Uffank un kloer. Et lait net nemmen un deenen warmen Temperaturen.

  • McBrain am 01.08.2018 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Bakterien das Gehirn der Touristen bis angegriffen haben können sie die Warnschilder nicht mehr lesen....

Die neusten Leser-Kommentare

  • McBrain am 01.08.2018 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Bakterien das Gehirn der Touristen bis angegriffen haben können sie die Warnschilder nicht mehr lesen....

  • Sonnenanbeter am 01.08.2018 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Iwwerdüngung! Daat war mir vun Uffank un kloer. Et lait net nemmen un deenen warmen Temperaturen.