Appell an die Bürger

22. Mai 2020 14:55; Akt: 22.05.2020 15:02 Print

Die «Large Scale Testing»-​​Strategie wird freiwillig sein

LUXEMBURG – Gesundheitsministerin Lenert und Forschungsminister Meisch haben die Test-Strategie erläutert, mit der Bevölkerung und Grenzgänger auf Covid-19 getestet werden sollen.

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Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) und Forschungsminister Claude Meisch (DP) haben am Freitagnachmittag in einer Pressekonferenz Details zur bisherigen und der geplanten großflächigen Test-Strategie im Großherzogtum verraten. Mit dabei waren auch Dr. Ulf Nehrbass vom Luxembourg Institute of Health, sowie Paul Wilmes, der Sprecher der Taskforce Covid-19 Research Luxembourg.

Lenert eröffnete die Pressekonferenz und ging zunächst auf die bisherige Test-Strategie im Großherzogtum ein. Mittlerweile habe man 64.981 der sogenannten PCR-Tests durchgeführt, anfangs im Rahmen einer reaktiven Test-Strategie bei symptomatischen Patienten und dann zunehmend aktiv in Risiko-Sektoren, wie beispielsweise Seniorenheimen.

Mittlerweile sei man zu einer präventiven Strategie übergegangen, die die verschiedenen Lockerungs-Maßnahmen begleitet. Bevor ein Sektor aufgemacht werde, könne man durch die sogenannten Cluster-Prävalenz-Tests aus dem Resultat das Risiko hochrechnen, so Lenert.

«Einladungen, aber keine Vorladungen»

Claude Meisch ergriff nach seiner Kollegin das Wort und beschrieb den nächsten Schritt in Luxemburgs Test-Strategie: Large Scale Testing, dass mehr sei «als nur ein Forschungsprojekt». Er versicherte, dass mehr Tests mehr Sicherheit bedeuten würden. Gleichzeitig machte er unmissverständlich klar, dass alle Tests freiwillig sein würden. Man werde zwar «Einladungen», aber «keine Vorladungen» verschicken. «Es hilft uns allen, wenn möglichst viele Leute die Tests machen», betonte er.

Man habe verschiedene Test-Kategorien ausgearbeitet. Zunächst sollten vor allem die sensiblen Berufe Einladungen erhalten, die in engem Kontakt zu anderen Menschen arbeiten müssen. Damit solle am 25. Mai gestartet werden, wie Covid-19-Taskforce Sprecher Paul Wilmes später präzisierte. In der zweiten Kategorie seien Berufsgruppen, die ihre Arbeit vor kurzem begonnen hätten oder jetzt wieder starten würden. Der dritte Schritt sei dann letztendlich die gesamte Bevölkerung.

«Die Regierung hat zum richtigen Zeitpunkt genau die richtigen Entscheidungen getroffen»

Durchgeführt werden sollen die Tests an insgesamt 20 Test-Stationen (17 Drive-Through, 2 Bike-Through, 1 Walk-Through), die Bürgern und Grenzgängern zwischen dem 25. Mai und dem 28. Juli im ganzen Land zur Verfügung stehen. Man strebe eine maximale Kapazität von 20.000 Tests pro Tag an, so Wilmes. Wer getestet wurde, erhält innerhalb von zwei Tagen eine SMS mit dem Resultat.

Dr. Ulf Nehrbass, der CEO des Luxembourg Institute of Health, appellierte an die Bürger, sich testen zu lassen. Er betonte, dass der glimpfliche Ablauf der Epidemie in Luxemburg auf den erfolgreichen Maßnahmen der Regierung beruhe. «Die Regierung hat zum richtigen Zeitpunkt genau die richtigen Entscheidungen getroffen», so Nehrbass.

(dm/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Aender am 22.05.2020 20:07 Report Diesen Beitrag melden

    Geht es eigentlich um den "Test" oder nur darum, von so vielen wie möglich die DNA zu erhalten ? Meine Einladung könnt ihr euch schon x sparen.

  • kaa am 22.05.2020 17:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    irgendwee schengt et mir wéi wann den normal Bierger, ouni Oxford Diplom, hei kaum eng Chance hätt den Durchbleck ze kréien: cluster, walk through, drive in, etc etc. ? Vläicht einfach och fir ze verschleieren datt Politik an Wessenschaft net esou richteg wessen watt eigentlech lass ass...?

  • Pit Meier am 22.05.2020 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Das Large Scale Testing ist größtenteils weggeworfenes Geld. Selbst wenn alle Luxemburger und Gtenzgänger getestet werden, dann ist es nur eine Momentaufnahme. Wenn ich mich heute negativ testen lasse, dann kann ich 3 Tage später ja schon positiv sein. Von den 20.000, die heute getestet werden, weiss man 1 Woche später schon nicht mehr den Stand. Politischer Aktionismus, koste es was es wolle!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Aender am 22.05.2020 20:07 Report Diesen Beitrag melden

    Geht es eigentlich um den "Test" oder nur darum, von so vielen wie möglich die DNA zu erhalten ? Meine Einladung könnt ihr euch schon x sparen.

  • kaa am 22.05.2020 17:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    irgendwee schengt et mir wéi wann den normal Bierger, ouni Oxford Diplom, hei kaum eng Chance hätt den Durchbleck ze kréien: cluster, walk through, drive in, etc etc. ? Vläicht einfach och fir ze verschleieren datt Politik an Wessenschaft net esou richteg wessen watt eigentlech lass ass...?

  • Arm am 22.05.2020 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    De Meisch soll emol kucken das Leerpersonal wes wat se solle machen wel de wessen nach emmer net eat weh woh

    • Sylvie am 22.05.2020 21:31 Report Diesen Beitrag melden

      Arm, beim Leerpersonal fehlt och ganz vill de gudde Wellen!!!

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  • Pit Meier am 22.05.2020 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Das Large Scale Testing ist größtenteils weggeworfenes Geld. Selbst wenn alle Luxemburger und Gtenzgänger getestet werden, dann ist es nur eine Momentaufnahme. Wenn ich mich heute negativ testen lasse, dann kann ich 3 Tage später ja schon positiv sein. Von den 20.000, die heute getestet werden, weiss man 1 Woche später schon nicht mehr den Stand. Politischer Aktionismus, koste es was es wolle!

    • Aender am 23.05.2020 10:26 Report Diesen Beitrag melden

      Es geht doch nicht um den Corona Test, sondern um "den Test " Oder muss ich ein Foto machen?

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