Artenvielfalt in Luxemburg

01. Juli 2020 20:43; Akt: 01.07.2020 20:43 Print

13 Schmetterlings-​​Arten sind verschwunden

LUXEMBURG – Seit 1960 ist die Zahl der bestäubenden Schmetterlingsarten im Land von 99 auf 83 gesunken. Die Situation ist «besorgniserregend».

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Die Situation der bestäubenden Insekten in Luxemburg ist ernst.

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«Die Situation der bestäubenden Insekten ist in Luxemburg sehr besorgniserregend», sagte Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) am Dienstag. Zwischen 1960 und heute sind 13 Schmetterlingsarten aus dem Großherzogtumverschwunden. «Während vor 1960 in Luxemburg 99 Arten beobachtet wurden, wurden sie im Zeitraum 2010-2016 auf 83 Arten reduziert», erklärt die Ministerin.

Eine solch detaillierte Analyse ist für die 340 Wildbienenarten und die 180 Schwebfliegenarten noch nicht möglich, aber der Trend dürfte dort ebenso alarmierend sein. In Belgien und den Niederlanden gibt es die Probleme bei den selben Arten. Der Rückgang ist «weitgehend auf Veränderungen in der Landnutzung zurückzuführen», so Carole Dieschbourg in einer parlamentarischen Antwort.

Ein Plan für 2030

Um die Entwicklung zu stoppen, hat die Regierung seit 2010 ein landesweites Überwachungssystem eingerichtet und arbeitet mit europäischen Partnern zusammen. Für 2030 wurde ein Plan mit «mehr als 70 Aktionen, die 18 Ziele erfüllen sollen» ausgearbeitet, mit dessen Umsetzung ab Januar 2021 begonnen werden soll. «Die Diversifizierung der Kulturen, die Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln und die Ausdehnung von Grasland tragen zur Verbesserung der natürlichen Lebensräume bei», so die Ministerin.

Gleichzeitig haben die 438 Imker in Luxemburg ihre Arbeitsmethoden geändert, insbesondere bei der Schädlingsbekämpfung. Als direkte Folge davon verzeichneten die 7394 Bienenstöcke in dem Gebiet im vergangenen Winter 8,2 Prozent Verluste, die niedrigste Winterverlustrate seit 2014.

(nc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sandmännchen am 01.07.2020 22:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Een Plang fir 2030,daat sin nach 10 Joer, da wees keen mie epes vun Diesburg. Ken dir dan nit elo dem Wiseler sein Plang huelen, deen leid well faerdich an der Schublad

  • wer andern eine Grube gräbt, ... am 02.07.2020 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    nach dem Schmetterlings- u Bienenschwund kommt der selbstverursachte Menschenschwund ...

  • Destroyer am 02.07.2020 08:25 Report Diesen Beitrag melden

    T'ja, CO2 alleine ist nicht das Problem, sondern die Zerstörung der Natur... Aber erklären Sie das mal den Tesla-fahrer und der Greta...Sinnlos!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Destroyer am 02.07.2020 08:25 Report Diesen Beitrag melden

    T'ja, CO2 alleine ist nicht das Problem, sondern die Zerstörung der Natur... Aber erklären Sie das mal den Tesla-fahrer und der Greta...Sinnlos!

    • Tesla-Fahrer am 03.07.2020 09:47 Report Diesen Beitrag melden

      Was tun Sie denn für die Natur? Und welche konkreten Vorschläge haben Sie?

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  • wer andern eine Grube gräbt, ... am 02.07.2020 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    nach dem Schmetterlings- u Bienenschwund kommt der selbstverursachte Menschenschwund ...

  • Efalt am 02.07.2020 07:53 Report Diesen Beitrag melden

    ass natierlech normal, well déih menschlech Verseuchungshandlungen zum normalen Alldaag gehéiëren an déih konventionell normal Emweltvergëftung fir Monokultur ze schaafen déih natierlëch Vielfalt zerstéiërt ... awer obwuël d'Kand schon lang am Pëtz léit, gëtt just gekuckt, ob et net um Covid 19 gestuëwen ass ...

  • pitti am 02.07.2020 07:16 Report Diesen Beitrag melden

    Alles zu spät.

  • Sandmännchen am 01.07.2020 22:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Een Plang fir 2030,daat sin nach 10 Joer, da wees keen mie epes vun Diesburg. Ken dir dan nit elo dem Wiseler sein Plang huelen, deen leid well faerdich an der Schublad