In Luxemburg

27. September 2017 07:09; Akt: 27.09.2017 07:08 Print

Der Brexit macht Briten zu Luxemburgern

LUXEMBURG - Die Zahl der Einbürgerungsanträge britischer Bürger ist von 56 im Jahr 2015 auf 192 bereits im Jahr 2016 sprunghaft angestiegen. In diesem Jahr sind es schon 240.

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Immer mehr Briten wollen einen luxemburgischen Pass. (Bild: L'essentiel)

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Dass viele Briten den Ausstieg ihres Landes aus der Europäischen Union spüren, ist auch in Luxemburg spürbar. Denn immer mehr Bürger des Vereinigten Königreichs beantragen die luxemburgische Staatsbürgerschaft. Im Jahr 2015 stellten 56 Briten einen Einbürgerungsantrag im Großherzogtum. Im vergangenen Jahr wollten schon 193 Briten die luxemburgische Staatsbürgerschaft erlangen und im laufenden Jahr setzt sich dieser Trend mit 240 Anträgen – 50 allein im Juli – fort.

Es scheint, als sei die Zahl dieser Anträge in letzter Zeit gestiegen», teilte die britische Botschaft in Luxemburg ohne weiteren Kommentar mit. Neben der Zahl der Anträge ist auch die Zahl der abgeschlossenen Einbürgerungen seit dem Brexit-Referendum in die Höhe gegangen. Waren es im Jahr 2013 noch 37, stieg die Zahl 2015 auf 75 , 2016 auf 128 und 2017 auf 135. «Die Anfragen werden weder schneller noch langsamer bearbeitet. Auch in diesen Fällen beträgt die Bearbeitungszeit acht Monate es gelten die gleichen Aufenthalts- und Sprachvoraussetzungen», erklärt das Justizministerium.

Jenes Sprachkriterium hat auch Donna dazu bewogen ihr Luxemburgisch aufzupolieren. Die Britin lebt seit zwölf Jahren im Großherzogtum und ist Mutter von drei Kindern, die «alle hier geboren wurden und aufgewachsen sind.». Sie fürchtet nun um ihre Karriere in Luxemburg, sollte sie demnächst keine Bürgerin der EU mehr sein. Luxemburgerin zu werden, sehe ich auch als Zeichen des Respekts gegenüber meines Gastlands, auf das ich sehr stolz bin. Aber natürlich will ich mich auch vor dem Brexit schützen», sagt sie im Gespräch mit L'essentiel. Sie hofft, dass ihre Einbürgerung im kommenden Jahr rechtskräftig wird.

Donna ist kein Einzelfall. Das Thema wird auch in den sozialen Medien der britischen Gemeinschaft in Luxemburg heiß diskutiert.

(Nicolas Chauty/L'essentiel)

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