Mobilitätsstudie in Luxemburg

07. Dezember 2017 14:13; Akt: 07.12.2017 15:47 Print

Autos sind meistgenutztes Verkehrsmittel

LUXEMBURG – Die ersten Ergebnisse der Mobilitätsstudie sind öffentlich. Das Auto ist nach wie vor allgegenwärtig und wird für 69 Prozent der Fahrten genutzt.

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Das Auto ist allgegenwärtig. Auch für den Schulweg wird es häufig genutzt. (Bild: Editpress/Isabella Finzi)

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«Der Schulweg stellt die Infrastruktur vor große Probleme», seufzt Josée Lorsché, Vorsitzende des parlamentarischen Ausschusses für nachhaltige Entwicklung. Die Abgeordneten hörten am Donnerstagvormittag die ersten Ergebnisse der Mobilitätsumfrage «Luxmobil». Rund 40.000 Einwohner und 45.000 Grenzbewohner beantworteten die Fragen.

Das Ergebnis ist, dass das Auto nach wie vor das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel ist. Beispielsweise bevorzugen 73 Prozent der Nutzer beim Pendeln nach wie vor das eigene Auto und nicht die öffentlichen Verkehrsmittel (19 Prozent). Auch bei den Fahrten zur Schule greifen viele auf das Auto zurück. 39 Prozent der Schüler werden so zur Schule gebracht, während 38 Prozent der Schüler öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Dieser Anteil gilt gleichermaßen für Schülerinnen und Schüler der Primar- und Sekundarstufe. Das führt zu Verkehrsproblemen, insbesondere in den Spitzenzeiten am Morgen.

Schulbeginn verschieben?

«Das größte Aufkommen ist um 7 Uhr. Die Menschen nehmen ihre Kinder mit, während andere zur Arbeit fahren», sagt Josée Lorsché. Auf dem Rückweg, nachmittags und abends, ist das Problem weniger kritisch. «Der öffentliche Verkehr zu den Schulen muss verstärkt werden», sagt sie. Der für das Dossier zuständige Minister François Bausch fordert einen «echten Mentalitätswandel bei den Eltern», der mit der Ausweitung des Angebots an öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Bau von Rad- und Wanderwegen einhergehen würde. Der Minister möchte auch über eine mögliche Verschiebung des Schulbeginns nachdenken, um die Spitzen zur Hauptverkehrszeit abzumildern.

Die Ergebnisse der Studie, die noch nicht alle bekannt sind, sollen als Grundlage für eine breit angelegte Debatte im April nächsten Jahres im Abgeordnetenhaus dienen. Außerdem soll eine «Strategie für eine nachhaltige Entwicklung des Departements» entwickelt werden.

(jw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • TüV Trier am 07.12.2017 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn mann nicht mal paar Meter zu Fuss gehen kann, ist dies ein ganz normales Resultat der Studie....

  • Léon am 08.12.2017 08:40 Report Diesen Beitrag melden

    Nos ministres et ceux du Gouvernement se déplace comment ! ( en voiture et ci possible avec chauffeur ) Ils ne prennent pas les transports en commun eux !

  • Ma Rio am 07.12.2017 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    Uns geht's doch eigentlich gut... so viele glückliche Menschen die es sich Leisten können einen Porsche Cayenne zu besitzen der nur dazu da ist um das Kind von zu Hause zur Schule und zurückzubefördern :-) So noch eben meine 5 € Spenden gegen den Hunger in der Welt und schon ist mein Gewissen wieder beruhigt 3 und von der Steuer absetzen kann ich's auch noch ;)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Léon am 08.12.2017 08:40 Report Diesen Beitrag melden

    Nos ministres et ceux du Gouvernement se déplace comment ! ( en voiture et ci possible avec chauffeur ) Ils ne prennent pas les transports en commun eux !

  • TüV Trier am 07.12.2017 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn mann nicht mal paar Meter zu Fuss gehen kann, ist dies ein ganz normales Resultat der Studie....

  • Jean-Claude Druncker am 07.12.2017 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    When politicians (especially the hypocritical 'green' and 'socialist' ones) start using public transport for ALL their travels, then I might consider giving up my car.

  • Ma Rio am 07.12.2017 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    Uns geht's doch eigentlich gut... so viele glückliche Menschen die es sich Leisten können einen Porsche Cayenne zu besitzen der nur dazu da ist um das Kind von zu Hause zur Schule und zurückzubefördern :-) So noch eben meine 5 € Spenden gegen den Hunger in der Welt und schon ist mein Gewissen wieder beruhigt 3 und von der Steuer absetzen kann ich's auch noch ;)

    • Roulling am 07.12.2017 22:21 Report Diesen Beitrag melden

      Oder sich eine Tram leisten und mal eben einige Millionen in eine schwarze Parteikasse spenden und schon ist das Gewissen der grosskopferten Besserwisser beruhigt. Und Steuern bezahlen sie sowieso nicht ;-)))))))))

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