In Luxemburg

09. Januar 2017 07:00; Akt: 09.01.2017 07:13 Print

Neue Richtlinien bei Immobilienkrediten

LUXEMBURG – Nach einer Warnung des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken sollen Schwachstellen auf dem Immobilienmarkt im Großherzogtum beseitigt werden.

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Banken nehmen künftig die Zahlungsfähigkeit der Kreditnehmer genauer unter die Lupe. (Bild: DPA)

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Seit der Verabschiedung des Gesetzes über Kreditverträge für Wohnimmobilien Ende 2016 wird die Zahlungsfähigkeit der Kreditnehmer von den Banken genauer unter die Lupe genommen. Die Bewertung der Solvenz des Verbrauchers beruht dann nicht mehr auf der Annahme, dass der Wert der Immobilie im Laufe der Zeit zunimmt.

«Diese Vorgehensweise richtet sich nach der Warnung des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken», erklärt der luxemburgische Finanzminister Pierre Gramegna (DP). Diese Warnung, die im November 2016 ausgesprochen wurde, deckte Schwachstellen auf dem Wohnungsmarkt in Luxemburg auf. Die steigenden Warenpreise – in Verbindung mit steigenden Haushaltsschulden – bergen demnach Risiken für den Sektor.

Weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen

In seiner parlamentarischen Antwort teilte Gramegna mit, dass das «Comité de risque systémique (CdRS)» in Luxemburg «bereits dafür gesorgt hat, dass entsprechende Maßnahmen getroffen werden, um die Widerstandsfähigkeit von Banken, die im Wohnimmobiliensektor tätig sind, zu stärken.»

Das CdRS will in den kommenden Monaten prüfen, ob noch weitere Maßnahmen nötig sing. Dass die Vorschläge des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken, wie die Festlegung einer Obergrenze für das Verhältnis zwischen der Kredithöhe und dem Immobilienwert sowie Mindeststandards für die Abschreibung eines Darlehens oder die Überschreitung der ursprünglichen Laufzeit eines Darlehens, umgesetzt werden, ist dem Minister zufolge nicht ausgeschlossen.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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