Europol

12. Juli 2018 12:52; Akt: 12.07.2018 13:39 Print

In diesem «WM-​​Panini» taucht ein Luxemburger auf

Während Frankreich im Finale der WM gegen Kroatien antreten wird, hat Europol eine andere Mannschaft für ein ungewöhnliches Spiel zusammengestellt.

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Der Luxemburger Jean Marc Sirichai Kiesch wird seit 2004 von Europol gesucht. (Bild: Europol)

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Europol hat ein eigenes «Team» der 25 meistgesuchten Kriminellen in einem Online-Spiel vorgestellt, das sehr an die beliebte Fußballkartensammlung Panini erinnert. Die in Den Haag ansässige Polizeiorganisation hat dazu eine Website mit den Spielkarten gestartet. Sie zeigen Namen und Foto des Kriminellen, sowie Informationen über seine begangenen Verbrechen. Die Flüchtigen sind mit blauen und gelben Trikots, den Farben von Europol, gekleidet. Sie tragen außerdem einen Wolfskopf, das Logo des Netzwerks Enfast (European Network of Fugitive Active Search Teams). Dieses Netzwerk besteht aus Polizeibeamten auf dem ganzen Kontinent, die dafür verantwortlich sind, Kriminelle zu finden, die der Justiz entkommen sind.

Mit in der zweifelhaften Auswahl ist auch der seit 13 Jahren flüchtige Luxemburger Jean-Marc Kiesch, über den wir noch vor kurzem berichtet haben. Er hat vor 18 Jahren eine ältere Frau bei einem Raubüberfall in Befort getötet und dabei lediglich 5000 Franken (etwa 125 Euro) erbeutet. Als er nach fünf Jahren im Gefängnis wegen guter Führung Hafturlaub gewährt bekam, verschwand er und bleibt bis heute verschwunden. Mit dem neuen Spiel erhoffen sich die Behörden neue Hinweise über den Verbleib.

Verbrechersuche mit Fußball und sozialen Netzwerken

Das Wort «WANTED» ist auf der Vorderseite aller Karten sichtbar, ebenso wie der Name des Landes, welches nach dem Verbrechers sucht. Das gesamte Spiel findet vor dem Hintergrund eines Fußballfeldes statt. «Zu Beginn des Spiels wird das Feld leer sein. Ab Donnerstagmorgen um 8 Uhr (6 Uhr GMT) werden die nationalen Polizeibehörden und Europol verschiedene Codes für soziale Netzwerke teilen», sagte Europol in einer Erklärung. «Du brauchst diese Codes, um die Karten der Verbrecher/Spieler im Feld freizuschalten», so die Pressemitteilung. Der neunte und letzte Code wird am Samstag, dem 14. Juli, einen Tag vor dem WM-Finale bekannt gegeben.

Der erste Code, #RedCardUROut, enthüllt drei Kriminelle, die von Frankreich, Zypern und Finnland gesucht werden. «Wir präsentieren diese Liste auf spielerische Weise, aber es steckt ein sehr ernstes Ziel dahinter: die meistgesuchten Kriminellen in Europa zu fangen», sagte Tine Hollevoet, Sprecherin von Europol, der AFP. Karten finden Sie unter https://eumostwanted.eu/crimeleague. Es ist nicht das erste Mal, dass Europol einen originellen Ansatz verfolgt, um die Öffentlichkeit für das Problem der Flüchtigen zu sensibilisieren. Ein etwas anderer «Adventskalender» während der Weihnachtszeit hatte zu drei Verhaftungen und eine Reihe von «Postkarten» im Sommer zu drei weiteren geführt.

(L'essentiel/afp)

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