In Luxemburg

30. Mai 2018 17:44; Akt: 30.05.2018 18:40 Print

Brexit hat bereits 250 Arbeitsplätze geschaffen

LUXEMBURG – Der im Juni 2016 beschlossene Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union zeigt Auswirkungen auf die luxemburgische Wirtschaft.

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33 Unternehmen wollen nach Luxemburg kommen oder haben ihre Umzugspläne bereits in die Tat umgesetzt. (Bild: L'essentiel)

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Das Votum für den Brexit im Juni 2016 hat bei Banken und Finanzinstituten den Zugang zum europäischen Markt erschwert. So haben einige Unternehmen bereits angekündigt, ihre Aktivitäten von London an andere renommierte Orte in Europa zu verlegen. 33 Unternehmen haben damit bereits ihre Ankunft im Großherzogtum angekündigt oder umgesetzt, «vor allem in den Bereichen Versicherung und Fondsmanagement», so die am Mittwoch von der Statec veröffentlichte Konjunkturumfrage, die Daten von KPMG zitiert.

«Das ist im Vergleich zu anderen EU-Ländern eine relativ hohe Zahl: 18 in Irland, 15 in Deutschland, zehn in Frankreich, neun in den Niederlanden», ergänzt Statec. Nach Schätzungen des Statistischen Instituts wurden durch diese Standortverlagerungen bereits rund 250 Arbeitsplätze geschaffen. Dies ist im Vergleich zu den 1280 Arbeitsplätzen, die im Finanzsektor im vergangenen Jahr entstanden sind, keineswegs unbedeutend. Zudem wird der Zuzug weiterer Unternehmen nicht lange auf sich warten lassen.

Der Brexit hat aber nicht nur positive Auswirkungen. Der britische Markt ist der zweitgrößte Auslandsmarkt für luxemburgische Dienstleistungsexporte und der fünftgrößte für Warenexporte. Auch wenn sich die Wirtschaft derzeit nicht in einer Krise befindet, seien «negative Anzeichen vorhanden». Die Luxemburger Wirtschaftsleistung hinke zudem hinter der anderer EU-Staaten her.

(Mathieu Vacon/ L´essentiel)

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