In Luxemburg

30. Januar 2018 06:55; Akt: 30.01.2018 10:36 Print

Auf zwei Häftlinge kommt ein Wärter

LUXEMBURG – Im Großherzogtum gibt es 336 Gefängniswärter für 698 Inhaftierte. Für die künftige Strafvollzugsanstalt in Sassenheim werden weitere 300 Mitarbeiter eingestellt.

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In Luxemburg werden 300 neue Justizvollzugsbeamte eingestellt. (Bild: Editpress)

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Während die Gefängniswärter in Frankreich derzeit gegen ihre Arbeits- und Sicherheitsbedingungen protestieren, ist die Lage in Luxemburg entspannter. Ein 2016 gestartetes Reformprojekt sieht eine bessere Betreuung der Häftlinge vor, um sie «auf ein Leben ohne Kriminalität vorzubereiten». Außerdem sollen die Beamten geschult werden, insbesondere auf psychologischer Ebene.

Bis 2022 wird das Land über drei Gefängnisse verfügen: Schrassig, Givenich und Uerschterhaff. Letztere Strafanstalt wird derzeit in Sassenheim gebaut und soll eine Kapazität von 400 Häftlingen haben. 300 Wärter sollen dort arbeiten. Durch diesen Neubau soll die Überlastung in Schrassig beendet werden. Heute gibt es im Land 336 Gefängnisaufseher für 698 Inhaftierte (610 im Gefängnis und 88 auf Freigang). Umgerechnet bedeutet das, es kommt ein Beamter auf zwei Insassen.

Ländervergleich

Zum Vergleich: In Frankreich beträgt das Verhältnis eins zu drei Häftlingen, in Belgien eins zu 1,7 und in Deutschland eins zu 1,8.

Auf der Gehaltsseite bewegen sich die Löhne in Luxemburg zwischen 3235 Euro brutto für einen Trainee und 8105 Euro brutto für einen ausgebildeten Beamten am Ende seiner Laufbahn. In Frankreich ist es um die Bezahlung wesentlich schlechter bestellt. Sie reicht von 1500 Euro zu Beginn einer Karriere bis 2100 Euro an deren Ende. In Belgien reicht die Spanne zwischen Einstiegsgehalt und gehobenem Dienst (hier nach 15 Jahren) von 1380 Euro netto bis zu 2000 Euro. Deutschland liegt im Mittelfeld mit Bruttogehältern zwischen 2000 Euro und 3146 Euro. Die Löhne können durch verschiedene Boni wie beispielsweise Nacht- oder Schichtzulagen variieren.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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