Brexit

18. Januar 2019 15:52; Akt: 18.01.2019 16:02 Print

Luxemburg will eine Antwort von London

LUXEMBURG – Die Unsicherheit über den Austritt Großbritanniens aus der EU mit oder ohne Deal und die daraus resultierenden Folgen irritieren Premierminister Xavier Bettel.

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Premierminister Xavier Bettel wird langsam ungeduldig. (Bild: Editpress/Isabella Finzi)

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«Wir sind im Standby-Modus gegenüber London, die Verantwortung liegt bei ihnen. Wenn es eine Einigung gibt, umso besser, aber wir müssen wissen, was Großbritannien jetzt tun will», erklärte der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel diesen Freitag auf einer Pressekonferenz. Die noch unklare Position Großbritanniens zur Europäischen Union nach dem Inkrafttreten des Brexit bringt seine Partner, darunter auch Luxemburg, in eine unbequeme Lage. Sollte die Frist des 30. März verlängert werden? Wird bis dahin eine Einigung erzielt und zu welchen Bedingungen? Wird die Insel abrupt die Tür zuschlagen und über Nacht zu einem Drittland werden?

Das Vereinigte Königreich ist am Zug, und in der Zwischenzeit bereiten sich die luxemburgischen Behörden auf die verschiedenen Szenarien vor. Im Falle eines «harten» Brexits würde sich die Frage nach dem Status der rund 6000 britischen Staatsangehörigen stellen, die sich derzeit im Großherzogtum aufhalten. Ihnen könnte ein biometrisches Zertifikat ausgestellt werden, das ihre Anwesenheit auf luxemburgischem Territorium vor dem Brexit belegt und es ihnen ermöglicht, dort ohne Verwaltungsaufwand zu bleiben, erklärte Jean Asselborn, der Minister für auswärtige und europäische Angelegenheiten. In diesem Fall würde er auf ein ähnliches Entgegenkommen für im Vereinigten Königreich lebende Luxemburger hoffen.

Luxemburg versucht, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten, aber ein klareres und schnelleres Verständnis würde die Aufgabe erleichtern. «Wir müssen in der Lage sein, auf europäischer Ebene in wichtigen Fragen zu koordinieren», so Xavier Bettel abschließend.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Petra Meier am 20.01.2019 06:56 Report Diesen Beitrag melden

    Was Luxemburg will, das interessiert London einen feuchten Kehricht! Bezgl. der 6000 Briten: Die meisten ihrer Kinder gehen in die Europaschule. Lernen kein Luxemburgisch. Die corporate Nomaden haben kein Interesse an Luxemburg. Sie nehmen den EU-Pass opportunistisch. Er könnte ja mal nützlich sein.

  • regis am 19.01.2019 01:44 Report Diesen Beitrag melden

    Also ech kann just den Kap resellen . Wat een Scheis

  • Claude am 20.01.2019 15:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ Petra Meier: Dir hutt zu 100% Recht. Besser hätt ech et och net ausdrécke kënnen. De Problem ass, eis lénkspopulistesch Regierung bradéiert jo eise Pass, de Jang Quasselborn verdeelt eis Nationalitéit an Asyl wéi ech op Liichtmesdag Kamellen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Claude am 20.01.2019 15:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ Petra Meier: Dir hutt zu 100% Recht. Besser hätt ech et och net ausdrécke kënnen. De Problem ass, eis lénkspopulistesch Regierung bradéiert jo eise Pass, de Jang Quasselborn verdeelt eis Nationalitéit an Asyl wéi ech op Liichtmesdag Kamellen...

  • Petra Meier am 20.01.2019 06:56 Report Diesen Beitrag melden

    Was Luxemburg will, das interessiert London einen feuchten Kehricht! Bezgl. der 6000 Briten: Die meisten ihrer Kinder gehen in die Europaschule. Lernen kein Luxemburgisch. Die corporate Nomaden haben kein Interesse an Luxemburg. Sie nehmen den EU-Pass opportunistisch. Er könnte ja mal nützlich sein.

  • regis am 19.01.2019 01:44 Report Diesen Beitrag melden

    Also ech kann just den Kap resellen . Wat een Scheis