Luxemburg

05. Januar 2018 07:00; Akt: 05.01.2018 07:36 Print

Identität von Luxemburger Sportlern gestohlen

LUXEMBURG – Luxemburgische Sportler wurden in den vergangenen Monaten vermehrt Opfer von Fake-Accounts. Aber auch der Normalbürger ist davon betroffen. Was kann man tun?

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Auch Christine Majerus wurde Opfer eines Fake-Accounts. (Bild: Screenshot/Facebook)

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Fake-Accounts sind bei Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram keine Ausnahme. Vor allem Prominente Nutzer werden häufig Opfer einer solchen Identitätsberaubung.

Auch luxemburgische Sportler mussten sich in den vergangenen Monaten mit diesem Problem auseinandersetzen. Sportler wie Gilles Muller (Tennis), Aurélien Joachim, Vincent Thill, Daniel Da Mota (Fußball) und Charline Mathias (Leichtathletik) waren von Fake-Accounts betroffen.

Radfahrerin Christine Majerus «überrascht das wenig». Auch sie wurde Opfer des Identitätdiebstahls: «Einige Bekannte haben mich auf den Fake-Account aufmerksam gemacht. So etwas sollte uns allen eine Lehre sein. Wir müssen uns selbst fragen, was wir in sozialen Netzwerken teilen wollen. Nicht alles aus unserem Leben ist für das Internet bestimmt.»

Was tun, wenn man Opfer eines Fake-Accounts wird?

Barbara Gorges-Wagner, Stellvertretende Direktorin des Kanner-Jugendtelefon und Verantwortliche der «Bee Secure»-Stopline, rät zuerst das jeweilige Netzwerk (Facebook, Instagram, etc.) zu kontaktieren und auf den Identitätsklau aufmerksam zu machen. Meistens werde der Fake-Account dann umgehend gelöscht. Danach sollte die Polizei informiert werden, denn es handle sich bei der Erstellung einer falschen Identität um ein kriminelles Vergehen.

Wie kommt es, dass andere Zugriff auf meine Inhalte haben?

«Die Daten werden je nach Einstellungen, die der Nutzer bestimmt, gesammelt.» Selbst dann, wenn der Nutzer lediglich seinen Freunden Zugriff auf private Inhalte gewährt. Trotzdem sollte man besonders in sozialen Netzwerken darauf achten, private Einstellungen ernst zu nehmen und ausschließlich bekannte, vertrauenswürdige Personen in seine Freundesliste hinzuzufügen. Des Weiteren sollte man «sehr achtsam sein und sich genau überlegen, welche Daten man freigibt. Egal ob private Fotos, Urlaubsziele oder das Lieblingsbuch. Alle Daten sind miteinander verknüpft und gespeichert», erklärt Barbara Gorges-Wagner weiter.

«Vollständigen Schutz gibt es nicht. Wenn jemand eine Bank überfallen will, dann tut er das. Ähnlich ist das bei falschen Online-Identitäten. Trotzdem ermutigt Bee Secure betroffene Personen immer dazu, zur Polizei zu gehen und Anzeige zu erstatten.»

Wie häufig kommen Fake-Accounts in Luxemburg vor?

«Wir haben keine drastische Zunahme an Fake-Accounts feststellen können», sagt Barbara Gorges-Wagner. «Wir können aber nur von den Betroffenen sprechen, die sich auch tatsächlich an die Helpline wenden. Meistens wird das Problem der Fake-Accounts erst publik, wenn prominente Personen betroffen sind. Dabei ist so etwas auch für den Normalbürger mehr als ärgerlich.»

(fl/chb/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dimitrij am 05.01.2018 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selwer Schold. D'Leit mengen jo se missten alles an aller Öffentlechkeet Breet trëppelen,sech awer dann wonneren dass keng Privatsphär méi do ass. Dat Asozialt Netzwierk Féissbuch brauch keen Mënsch,esou wéi deen ganzen aneren Schrott och.

  • Vania am 05.01.2018 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Mol eierlech: muss e wirklech Facebook hunn wann et dauernd nervt a spioneiert ?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dimitrij am 05.01.2018 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selwer Schold. D'Leit mengen jo se missten alles an aller Öffentlechkeet Breet trëppelen,sech awer dann wonneren dass keng Privatsphär méi do ass. Dat Asozialt Netzwierk Féissbuch brauch keen Mënsch,esou wéi deen ganzen aneren Schrott och.

  • Vania am 05.01.2018 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Mol eierlech: muss e wirklech Facebook hunn wann et dauernd nervt a spioneiert ?

    • domm wei breut am 05.01.2018 18:19 Report Diesen Beitrag melden

      denn numm seet alles

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