Auf Nationalstrassen

21. Dezember 2017 15:11; Akt: 21.12.2017 16:03 Print

Herrscht in Luxemburg bald Tempolimit 80?

LUXEMBURG – Auf bestimmten Streckenabschnitten könnte bald Tempolimit 80 herrschen. Ziel sei es die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

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Radargeräte sollen Autofahrer daran hindern, zu schnell zu fahren.

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In Frankreich wird derzeit über eine Senkung der Höchstgeschwindigkeit debattiert. Die Straßenverkehrssicherheit hat in einem öffentlichen Schreiben folgende Argumente für eine Reduzierung aufgeführt:

Demnach soll die Reduzierung der Geschwindigkeit von 90 auf 80 Stundenkilometer auf bestimmten Streckenabschnitten zwischen 200 bis 400 Menschenleben pro Jahr retten können. Zusätzlich hätte eine solche Maßnahme positive Auswirkungen auf die Umwelt (Senkung der Schadstoffemissionen um 30 Prozent). Auch der Geldbeutel der Autofahrer solle dadurch entlastet werden. Denn durch die Geschwindigkeitsreduzierung soll der Autofahrer «im Durchschnitt 120 Euro pro Jahr» einsparen können.

Die Idee einer neuen Geschwindigkeitsgrenze wird auch in Luxemburg immer attraktiver. «Eine generelle Reduzierung der Geschwindigkeit von 90 auf 80 Stundenkilometer im gesamten Großherzogtum ist nicht vorgesehen. Vielmehr soll die Effizienz einer solchen Reduzierung im einzelnen überprüft werden», erklärte ein Sprecher des Infrastrukturministeriums.

«Beste Benelux-Statistiken in den Niederlanden»

Paul Hammelmann, Präsident der Straßenverkehrssicherheit, erklärte in einem Interview mit L’essentiel: «Wir sind klar für eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf Nationalstraßen. Es würde ein starkes Signal an alle Autofahrer senden».

Werkstätteninhaber, das Rote Kreuz und Versicherungsverbände haben bereits für ein solches Projekt gestimmt. «Die Niederlande, die bereits eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometer auf Nationalstraßen haben, haben die besten Statistiken der Benelux-Länder. Das kann kein Zufall sein», erklärt Hammelmann weiter.

Seit Anfang des Jahres haben 24 Menschen im Straßenverkehr in Luxemburg ihr Leben verloren, darunter vier Fußgänger. Im Jahr 2016 wurden 32 Menschen tödlich verletzt, darunter acht Fußgänger.

(pp/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daweb am 22.12.2017 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut dass mer eis rem mat aaner länner vergläichen. Am beschten mer ginn all zu fouss soll de bausch do mat ufänken

  • Jean am 21.12.2017 23:42 Report Diesen Beitrag melden

    Solange der Mensch,der hinter dem Steuer sitzt,sich nicht bewusst ist,welche Verantwortung er zwischen seinen Fingern hat,wird es auch bei 50 kmh noch Tote geben.Es gab,und wird immer Unfaelle geben.

  • Renét. am 22.12.2017 00:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    80,70,60,50,40,30,20,10,0

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mars am 22.12.2017 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    80 ass korrekt.Eis Stroossen sollen keng Kompetitionspisten sin. All déi Möchtegernformel1 können jo op den Nürburgring goen an do fir 25 Euro esou séier fueren wéi se wellen

  • Daweb am 22.12.2017 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut dass mer eis rem mat aaner länner vergläichen. Am beschten mer ginn all zu fouss soll de bausch do mat ufänken

  • Tingeli am 22.12.2017 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn Herr Hammelmann aus Altersgründen nicht mehr schneller als 80 fahren kann dann soll er in die Niederlande ziehen. An den Unfällen ist nicht Tempolimit 90 schuld sondern Ablenkung (Handy) und weit überhöhte Geschwindigkeit. In Luxemburg soll den Autofahrern der Garaus gemacht werden damit sie auf den öffentlichen Transport umsteigen.

  • Ycc am 22.12.2017 01:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eng gutt Saach.

  • Renét. am 22.12.2017 00:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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