In Luxemburg

04. Dezember 2017 21:05; Akt: 04.12.2017 21:49 Print

Koks-​​Dealer soll 13-​​Jährige vergewaltigt haben

LUXEMBURG – Seit Montag stehen zwei Männer in Luxemburg vor Gericht. Sie sollen im großen Stil gedealt, einer der Angeklagten ein minderjähriges Mädchen vergewaltigt haben.

storybild

Der Fall wird seit Montag vor dem Bezirksgericht Luxemburg verhandelt.

Zum Thema

Es ist eine unglaubliche Geschichte, die seit Montag vor der Kriminalkammer des Berzirksgerichts Luxemburg verhandelt wird. Unter anderem ist der heute 55-jährige, ehemalige Taxifahrer Afonso C. wegen umfangreichen Kokainhandels und Vergewaltigung eines jungen Mädchens angeklagt.

Im Oktober 2015 seien eine 13- und eine 14-Jährige aus einer Betreuungseinrichtung ausgerissen, berichtet das Luxemburger Wort vom ersten Verhandlungstag. Auf der Suche nach einer Bleibe seien sie im Bahnhofsviertel von einem Mann angesprochen worden. «Ihr hebt euer T-Shirt hoch und dafür gibt er euch Drogen»: Mit diesen Worten habe er die Mädchen zu dem Angeklagten gelockt. Es folgten viel Alkohol und Drogen. Irgendwann sei das ältere der Mädchen nicht mehr ansprechbar gewesen und Afonso C. habe sich über die 13-Jährige hergemacht. Aufgrund des Drogenkonsums sei sie nicht mehr in der Lage gewesen, sich zu wehren, erzählte sie später der Polizei.

Mädchen kehrte zurück

Am nächsten Morgen kehrten die Mädchen in die Betreuungseinrichtung zurück. Die Jüngere befand sich in einem so schlechten Zustand, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste – es folgte eine mehrwöchige Reha. Die Mädchen konnten zwar keine Angabe mehr über den Ort machen, doch die Police Grand-Ducale hatte Afonso C. ohnehin schon im Visier. Zusammen mit dem Mitangeklagte Joao Paulo F. habe er Kokain aus den Niederlanden importiert und in Luxemburg verkauft. Im Januar 2016 schlug eine Spezialeinheit in Steinfort schließlich zu. Auf der Rückbank des gestoppten Autos: das 13-jährige Mädchen.

Über eine Freundin hatte sie den Weg zu dem Dealer zurückgefunden. Im Tausch gegen Drogen hatte sie mittlerweile einvernehmlichen Geschlchtsverkehr mit Afonso C. und erklärte der Polizei, dass nicht er sie damals vergewaltigt habe, sondern ein ihr Unbekannter. Dies sei eine Schutzbehauptung, erklärte ein Kriminalbeamter laut Luxemburger Wort am Montag vor Gericht. Ein psychologischer Gutachter ist sich indes unsicher, welche Version stimmt. Am Dienstag wird der Prozess fortgesetzt.

(pw/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.