Weihnachtsansprache

24. Dezember 2017 18:05; Akt: 24.12.2017 12:29 Print

Großherzog Henri macht sich für das Klima stark

LUXEMBURG – In seiner Weihnachtsansprache fordert Henri eine bessere Integration in Europa und stärkeren Einsatz für den Klimaschutz. Er sprach auch über regionale Themen.

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Großherzog Henri blickt auf das Jahr 2017 zurück. (Bild: Claude Piscitelli)

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Er sprach über den Populismus, das Klima, die Tram und ein fürsorgliches Miteinander. Großherzog Henri hat an Heiligabend auf RTL seine traditionelle Weihnachtsrede gehalten. «Erinnern wir uns an die Atmosphäre, die im vergangenen Jahr um diese Zeit herrschte. Sie war geprägt von Ängsten und Spannungen. Der Aufstieg des Populismus schien unaufhaltsam», sagt er. «Die Ereignisse der vergangenen Monate haben eine andere Richtung eingeschlagen. Das Projekt EU ist gestärkt aus den verschiedenen Wahlen hervorgegangen», freut sich Henri. Ein Trend, der «das Vertrauen in die Zukunft wiederherstellt» und die «europäische Integration wichtiger denn je macht».

In seinem Jahresrückblick erinnert sich der Großherzog auch an seine Teilnahme an der Klimakonferenz, die im November in Bonn stattfand. Er erzählte von einem Treffen in einem sterilen Raum und einer «ernsten, gedrückten Atmosphäre», mit den «Führern der Länder, die am meisten unter den Folgen der Erderwärmung leiden werden». Einige dieser Staaten «werden einfach im Ozean verschwinden.»

Luxemburger sollen aufeinander zugehen

Eine düstere Prognose, die vor allem die kleinen Inselstaaten im asiatisch-pazifischen Raum betrifft. «Sie haben keine Zukunft. Es gibt kein schlimmeres Schicksal. Es sei dringender denn je, endlich zu handeln, sagt Henri. «Diese Notlage erfordert Maßnahmen. Es ist wichtig, dass die Mechanismen für den Klimaschutz endlich greifen und einen Gang höher geschaltet werden». Dies sei nicht nur für die Inseln wichtig, sondern für den ganzen Planeten.

Natürlich sprach der Großherzog auch über Luxemburg. Er erinnert sich vor allem an die kürzlich eingeweihte Tram, die seiner Gattin gleich etwas Kopfschmerzen bereitete. «Diese große Tag der Mobilität ist ein Meilenstein in der Geschichte der Infrastruktur unseres Landes. Die rasante Entwicklung unserer Wirtschaft hat unsere Straßen überlastet», klagt er. «Nun hat unser Land ein Werkzeug entwickelt, dass sich in anderen Ländern bereits bewährt hat. Weitere Projekte stehen an, um es noch attraktiver zu machen. Ich wünsche mir, dass dieses neue Angebot den Erfolg hat, den es verdient hat. Damit die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes nicht ins Stocken gerät.

Eine wirtschaftliche Entwicklung, die nach seinen Wünschen mit Solidarität einhergehen soll. «Vergessen wir nicht, dass viele Mitbürger Probleme haben, Monat für Monat über die Runden zu kommen. Nicht alle profitieren von unserem Wohlstand. Diese Menschen erfordern unsere volle Aufmerksamkeit. Die Fähigkeit, aufeinander zuzugehen ist in unserer DNA verankert. Lasst uns einander helfen.»

(jw/L'essentiel)

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