Finanzen

08. Januar 2018 11:57; Akt: 08.01.2018 13:31 Print

Rulings bringen Luxemburg zehn Millionen Euro

LUXEMBURG – Jedes Unternehmen, dass im Großherzogtum über seine Besteuerung verhandelt, muss für diese Möglichkeit ein paar tausend Euro bezahlen.

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Pierre Gramegna glaubt an mehr Transparenz in Luxemburg. (Bild: AFP)

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Jede Anfrage bringt bares Geld. Wenn sich Unternehmen in Luxemburg ansiedeln wollen und über die Steuerabgaben verhandeln, müssen sie alleine dafür «zwischen 3000 und 10.000 Euro bezahlen». Das sagt Finanzminister Pierre Gramegna (DP) als Antwort auf eine parlamentarische Frage vom Abgeordneten Laurent Mosar (CSV).

Die Höhe dieser Gebühr für die verbindlichen Vorentscheide, die am 1. Januar 2015 eingeführt wurde, richtet sich nach «Komplexität und Umfang der Arbeit», so der Minister. Insgesamt habe der Staat dadurch in diesen drei Jahren zusätzlich 10,21 Millionen Euro zu den eigentlichen Steuern eingenommen.

Neue Transparenz

Der viel kritisierte Mechanismus steht im Mittelpunkt der LuxLeaks-Affäre. Er besteht im Kern darin, dass Unternehmen in direkter Absprache mit der Steuerverwaltung eine besondere Besteuerung erarbeiten. Zwei frühere Mitarbeiter von PwC, Raphaël Halet und Antoine Deltour, hatten diese Praktiken aufgedeckt. Sie wurden dafür verurteilt.

Gramegna betonte in seiner Antwort, dass alle Entscheidungen zwischen 2010 und 2016 der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 2017 mitgeteilt wurden. Eine Bewertung wird am 1. September im Rahmen des Globalen Forums für Transparenz und Informationsaustausch abgegeben. «Wir sind zuversichtlich, dass die Prüfer die in den vergangenen Jahren beschlossenen Reformen berücksichtigen werden», so Gramegna.

(jg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas der ungläubige am 09.01.2018 00:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wem? Den Bürgern die ihre Steuere tagtäglich bezahlen oder den Volksvertretern?

  • Menni am 08.01.2018 23:59 Report Diesen Beitrag melden

    Warum muss die Besteuerung verhandelt werden? Da gibt es doch eine klare Steuertabelle ....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas der ungläubige am 09.01.2018 00:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wem? Den Bürgern die ihre Steuere tagtäglich bezahlen oder den Volksvertretern?

  • Menni am 08.01.2018 23:59 Report Diesen Beitrag melden

    Warum muss die Besteuerung verhandelt werden? Da gibt es doch eine klare Steuertabelle ....