In Luxemburg

14. November 2018 11:24; Akt: 14.11.2018 12:12 Print

Nur wenige Touristen schlafen in Airbnb-​​Zimmern

LUXEMBURG - Die Wohnungsvermittlungs-Plattform hat 2017 in Luxemburg schätzungsweise rund 70.000 Übernachtungen verzeichnet. Weniger als von vielen befürchtet.

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Airbnb trägt zu einem allgemeinen Anstieg des Tourismus bei, davon ist Wirtschaftsminister Etienne Schneider überzeugt. (Bild: Editpress)

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Im vergangenen Frühjahr schlug der Hotel- und Gaststättenverband mit der Faust auf den Tisch: Die Horesca beschuldigte Zimmervermittler wie Airbnb des «unlauteren Wettbewerbs». In einer parlamentarischen Antwort an die CSV-Abgeordneten Léon Gloden und Claudine Konsbruck musste jetzt Wirtschaftsminister Étienne Schneider dazu Stellung beziehen.

Es sei «nicht einfach, alle Angebote der verschiedenen Plattformen zu erfassen», so Schneider. Die Anzahl der Übernachtungen von Airbnb im Jahr 2017 lag jedoch seinen Angaben zufolge bei rund 70.000. Die Horesca hingegen hatte von 250.000 Übernachtungen gesprochen.

«Ergänzend» statt «konkurrierend»

Die 70.000 seien «relativ niedrig im Vergleich zu insgesamt fast drei Millionen Übernachtungen pro Jahr aus allen Beherbergungssektoren zusammen», argumentiert der Minister – und weist darauf hin, dass selbst traditionelle Betriebe die Plattform nutzen, um einen Teil ihrer Unterkünfte anzubieten. Dies entspricht 2,3 Prozent der im Jahr 2017 im Großherzogtum verzeichneten Übernachtungen. Insgesamt finden sich 300 Airbnb-Adressen in Luxemburg.

Auf der Grundlage einer Studie der Europäischen Kommission betont er ferner, dass dieses neue Angebot für kurzfristige Wohnungsvermietung «zum allgemeinen Anstieg des Tourismus beiträgt» und «das traditionelle Angebot ergänzt» und nicht «konkurrierend» sei.

Er versteht jedoch, dass die sogenannte «Sharing Economy», die auch hinter Modellen wie Airbnb steht, als Konzept eine Reihe von Fragen aufwirft: Derzeit laufe eine Studie, deren Ergebnisse – die im ersten Quartal 2019 vorgestellt werden sollen – «es ermöglichen sollten, die politischen, strategischen und rechtlichen Optionen und Empfehlungen zu definieren, die zur Steuerung der Sharing Economy in Luxemburg erforderlich sind».

(mc/L'essentiel)

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