Hohe Impfrate
08. Oktober 2018 07:01; Akt: 08.10.2018 07:11 Print
Luxemburg ist für die Grippewelle gerüstet
LUXEMBURG – Für wen bietet sich eine Schutzimpfung gegen die Krankheit an, die nicht nur unangenehm ist, sondern sogar tödlich verlaufen kann? Wir haben nachgefragt.

Damit's gar nicht erst soweit kommt: Das Gesundheitsministerium rät bestimmten Gruppen zu Grippeschutzimpfungen. (Bild: L'essentiel)
Haatschi! Der Sommer ist vorbei – und damit steht sie vor der Tür: die Grippesaison. Jedes Jahr rufen Ärzte zu Schutzimpfungen auf, und jedes Jahr stehen Patienten vor der gleichen Frage: Ist der Pieks wirklich nötig?
Der in Luxemburg empfohlene Impfstoff für dieses Jahr besteht aus vier Komponenten:Zwei Komponenten des Influenza A Virus: Souche A/Michigan/45/2015 (H1N1) pdm09; Souche A/Singapore/INFIMH-16-0019/2016 (H3N2)
Zwei Komponenten des Influenza B Viurs: Souche B/Colorado/06/2017 (lignée B/Victoria/2/87) Souche B/Phuket/3073/2013 (lignée Yamagata/16/88) pour les vaccins tétravalents
L'essentiel hat beim Gesundheitsministerium nachgefragt: Besonders wichtig sei eine Schutzimpfung für «Personen über 65 Jahren und Risikogruppen mit chronischen Atembeschwerden, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Nierenerkrankungen, Immunschwäche sowie Schwangere», erklärt Dr. Pierre Weicherding, Leitender Arzt der Abteilung Gesundheitsinspektion. Außerdem sollten sich Menschen, die im medizinischen Bereich arbeiten zum Schutz ihres direkten Umfeldes «dringend impfen lassen». Hier habe es im letzten Jahr Lücken gegeben.
Vier Tote bei letzter Grippewelle
Im Allgemeinen sei die Impfrate laut Ministerium innerhalb der Bevölkerung im Großherzogtum aber zufriedenstellend. Bei den letzten Studien 2012 und 2014 hatten beispielsweise 99,9 Prozent aller Kinder zwischen 25 und 30 Monaten zumindest die erste von zwei Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Wasserpoken erhalten. 83,3 Prozent waren es in dem Alter immerhin bei der zweiten, im Vergleich liegt die Rate in Frankreich nur bei 60 Prozent. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent, um beispielsweise Krankheiten wie die Masern auszurotten.
Anfang dieses Jahres rollte bereits eine Grippewelle über das Großherzogtum hinweg. Damals starben vier Menschen an der direkten Folge der Influenza. «Todesfälle als direkte Folge einer Grippe sind aber eher selten», so Weicherding. Allerdings führe sie bei bereits geschwächten oder chronisch kranken Menschen zu einem früheren Tod.
Das Wichtigste für die nächste Grippesaison zusammengefasst: Die beste Impfzeit ist laut Ministerium Oktober/November, der Impfstoff wirke dann sechs Monate. Es dauere zehn bis 14 Tage, bis sich der Impfschutz vollständig aufgebaut hat. Die Wellen selbst starten meist Dezember oder Januar. Die Impfung bestehe aus einer Injektion, die jährlich wiederholt werden müsse.
Übrigens ist im Großherzogtum seit dem 1. September die Impfung gegen Lungenentzündung für Menschen über 65 Jahren sowie chronisch Kranke und Risikogruppen kostenlos.
(sb/L'essentiel)
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