Buchpräsentation

07. Dezember 2017 09:43; Akt: 07.12.2017 15:02 Print

Bildband zeigt das «echte Leben» in Luxemburg

LUXEMBURG – Zwischen Tradition, Luxus und Armut: Das Buch «Gens de Luxembourg» wirft einen Blick hinter die Glitzerfassade des Großherzogtums.

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Drei ältere Herrschaften unterhalten sich bei Bier und Thüringer auf einer Kirmes. Ein Paar sonnt sich in den Weinbergen an der Mosel, daneben parkt ein schneidiger Sportwagen im Gras. Ein Obdachloser bettelt vor einer Luxusboutique in der Hauptstadt. Im Bildband «Gens de Luxembourg» blicken der Fotograf Raymond Reuter und der Autor Claude Frisoni hinter die funkelnde Fassade des Großherzogtums – und erzählen Geschichten aus dem echten Leben.

«Ich wollte das Leben von ganz normalen Menschen zeigen, ganz ohne Prominente», sagt Reuter, der lange Jahre in der Uhrenbranche tätig war und sich nun in der Rente wieder vermehrt der Fotografie widmet. Zwei Jahre lang recherchierte der Fotograf auf der Straße, auf Festen, in Kirchen, Schlachthäusern und Fabriken im ganzen Land, immer auf der Suche nach prägnanten Menschen und Alltagsszenen. Mehr als 100 Fotos, allesamt in Schwarz-Weiß und mit einer Analogkamera aufgenommen, kamen in die Endauswahl.

Dreisprachiges Band

Die Texte für den Bildband sind jeweils in drei Sprachen verfasst und stammen aus der Feder des französischen Publizisten Claude Frisoni. Jean-Pierre Thilges übersetzte Frisonis Betrachtungen der Gesellschaft ins Luxemburgische, Zoé Brill Diderich ins Englische.

«Hinter der Banalität des Alltags verbergen sich wahre Schätze und überraschende Persönlichkeiten», sagt der frühere Kulturmanager Frisoni, der seit Jahrzehnten eng mit Luxemburg verbunden ist. «Luxemburg hat sich seine Traditionen erhalten, obwohl das Land fast auf brutale Weise von der Moderne erfasst wurde. Diese Umwälzungen in der Bevölkerung, diese Dynamik, spürt man auch in den Fotos», sagt Frisoni.

Es sind die teils himmelschreienden Gegensätze zwischen Modernität und Tradition, zwischen Anspruch und Wirklichkeit, die Reuters Bilder so sehenswert machen. Beinahe glaubt man, die Aufnahmen stammten aus einem ganz anderen Land.

(Jörg Tschürtz/L'essentiel)

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  • Winnie Pooh am 10.03.2018 13:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ohmei, Letzebuerg: Inkompetente Politiker (Juncker exclu), eng Bommeleeer-Affäir bei der sou alleguer wessen ween et war mee et souwiesou nie opgeklärt wärt ginn, deieren Wunnegspräiser, Schoulsystem komplett um Änn, onfrendlech Leit, „den Tram“, an ech keint na 100.000 aaner Saachen opzielen

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  • Winnie Pooh am 10.03.2018 13:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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