Pressekonferenz

17. April 2020 14:10; Akt: 17.04.2020 14:34 Print

Wer keine Maske trägt, riskiert 145 Euro Strafe

LUXEMBURG – Beide Minister haben am Freitagmittag über die gelockerten Maßnahmen im ÖPNV, die Polizeikontrollen und Sicherheit am Arbeitsplatz informiert.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die ersten vorsichtigen Schritte zur Rückkehr zur Normalität sind seit der Pressekonferenz von Premierminister Xavier Bettel (DP) am Mittwoch angekündigt. Am Freitagmittag sind Verkehrs- und Innenminister François Bausch (déi gréng) und Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP) auf einer eigenen Pressekonferenz auf die Details in ihren jeweiligen Ressorts eingegangen.

François Bausch ging mit gutem Beispiel voran, betrat den Raum mit Mundschutz und nahm diesen erst am Rednerpult ab. Er dankte zunächst der Bevölkerung, die sich an die Regeln gehalten habe. Er machte auch klar, dass die Gefahr noch nicht vorüber sei. «Es hängt von uns allen ab. Es betrifft nicht nur einen selbst, sondern auch die anderen Menschen, die ganze Gesellschaft und damit auch die Wirtschaft.»

Kein Mundschutz? 145 Euro Strafe

Bausch betonte, dass die Regeln des Abstandhaltens, Händewaschens und Zuhausebleibens weiterhin bestehen bleiben und der Mundschutz nun als «zusätzliche Barriere für das Virus» hinzukommen soll. Überall dort, wo Kontakt mit Menschen bestehe und der Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann, sei der Mundschutz obligatorisch, also auch beim Einkaufen im Supermarkt. Wer keinen trägt, riskiert eine Strafe von 145 Euro. Dabei gelte als Maske im Sinne des Gesetzes nicht nur Schutzmasken (ffp-2/ffp-3), sondern auch selbstgenähte Masken oder sogar ein Schal.

Dies gilt auch für den ÖPNV, dessen Taktung erst am 4. Mai wieder hochgefahren wird, wenn der Schulbetrieb wieder eingeschränkt startet. An großen Bushaltestellen und auf Bahnhöfen werde man Info-Points einrichten, an denen die Fahrgäste sich über die neuen Regeln und Maßnahmen informieren könnten, so Bausch.

Bauprojekte profitieren vom Lockdown

Im Hinblick auf die am kommenden Montag wieder öffnenden Baustellen wolle man besondere Priorität auf die Projekte legen, die besonders sensible Verkehrsknotenpunkte betreffen, erklärte Bausch. Durch das Vorziehen bestimmter Arbeiten, könnten sich sogar einige Bauprojekte verkürzen. Dies betreffe sowohl Baustellen in der Hauptstadt, als auch an Autobahnen und Bahnstrecken. Man wolle in den kommenden drei Wochen von dem geringen Verkehrsaufkommen profitieren.

Die Polizeikontrollen würden in den nächsten Wochen weiterlaufen wie bisher, hier werden die Beamten verstärkt auf das Social Distancing und die Einhaltung des Mindestabstands achten. Bausch sprach von mehreren hundert Kontrollen pro Tag und berichtete auch von Fällen, in denen mehrere Cafés sanktioniert wurden, weil sie Leute durch die Hintertür reingelassen hätten. Im Hinblick auf den Straßenverkehr warnte der Minister die Temposünder, die derzeit auf den freien Straßen gerne mal das Gaspedal durchdrücken: «Corona hat nicht alle anderen Regeln außer Kraft gesetzt!»

«Ein Licht am Ende des Tunnels»

Arbeitsminister Dan Kersch blickte verhalten optimistisch in die Zukunft und sah «ein Licht am Ende des Tunnels». Er betonte, dass der Code de Travail trotz der Krise nicht außer Kraft gesetzt sei und appellierte an die Vernunft der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die sich nun mit den neuen Maßnahmen konfrontiert sehen. «Die Arbeitswelt sieht nicht mehr so aus wie vorher», deswegen müsse der Arbeitgeber seine Arbeitnehmer schützen, diese müssten aber gleichzeitig auch bereit sein, sich und ihre Kollegen zu schützen. Diese Schutzpflicht bestand allerdings auch vor der Krise, wie der Minister betont. «Das Schutzmaterial, welches verteilt wird, muss auch getragen und angewendet werden», hier sieht Kersch auch die Arbeitnehmer in der Pflicht.

Wichtig sei, dass die neuen Regeln und Maßnahmen «verständlich» und gleichzeitig gut «kontrollierbar» sind. Kersch betonte auch, dass die Krise länger dauern werde als der «État de crise». Deshalb müsse den Mitarbeitern genau erklärt werden, wie sie sich schützen können und wie sie mi dem neuen Material umgehen müssen. Dazu gehöre auch die Schaffung von Desinfektionsmöglichkeiten auf Baustellen, das entsprechende Auffüllen der Bestände, die Pflege des Equipments und regelmäßige Reinigung. Weiterhin gilt: Wo Home Office möglich ist, soll dies auch weiterhin praktiziert werden.

(dm/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Frustriert am 17.04.2020 15:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    es ist ein absoluter Witz von heute auf morgen eine Masken Pflicht mit Strafe einzuführen welche ab Montag gilt! Masken sind nicht erhältlich und wenn ich im Supermarkt einkaufen gehe ist der Abstand von 2m möglich! Und ich bekomme dann trotzdem eine Strafe! Die Gemeinde Kaerching hat alle Bürger aufgefordert die Masken selber abzuholen weswegen ganze Familien, alle Einwohmer müssen zur Gemeinde gehen anstatt die Masken per Post in den Briefkasten zu stecken! Soweit zu dem Vorsatz bleibt ja daheim sie zwingen Massenversammlung vor der Gemeinde! der größte Witz ist auch noch man kann einen auch einen Schal nehmen das Coronavirus ist viel zu klein, um von einem normalen Schal abgehalten zu werden!!

    einklappen einklappen
  • DirkrittdenHalsnetvollgenuch am 17.04.2020 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Gescht waren et nach 45 Euro

  • Gru am 19.04.2020 13:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vill Arbëcht fir äiss Stapo (Staatspolice)

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Little Roger am 25.04.2020 16:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffen dass verschiedener verstin net mei Gring ze Wielen,den Härr Bettel a Mad.Lenert sin keen Fan ma das geschafft,de recht kann an hiere Läscher bleiwen,!!An Herr Asselborn gitt an Pensioun w.e.g!!

  • Little Roger am 25.04.2020 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wen huett deen B.an Chamber gewielt giff dei Leit gär gesin,emol jo emol nee,od.vielleicht,Schuett et get net mei vill iwer CO2 ze meckeren lo heiert een neicht mei vun deene Gringen,sin ener gaang wei Titanic ,wann een deem no lauschdert,an dann och na Inneminister e passt bei seng Untertan

  • idiot am 20.04.2020 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jo ech hoffen dass mir mei geleert Leit an de next Regierung kreien ewei de Bausch an den Asselborn

  • Realistik am 20.04.2020 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Wann den Zweck as d’Economie ze relanceieren ass, dann Sekteur pro Sekteur (an net nemmen Grouss Ketten), an Elteren a Gruppen schaffen lossen mee loss eis Kanner mat Rouh! Zumols wann nach net alles bewosst as!! Mee Elteren an alternance schaffen lossen geif d’Sanitär gesten garanteiren, an eng economie lues mee secher relanceieren. Parallel sollen all Risiko Patienten op Strikt ausgangspär gesaat ginn. Nemmen esou kann eis d’ Geso dheetsekteur net belaascht sinn. An mer kennen an eng kontrolleiert aart a weis d’immuniteit vum Populatioun lues erop brengen

  • Fickteuchallee am 20.04.2020 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Och där kritt är belouhnung nach