Verkehr in Luxemburg

06. Dezember 2018 17:54; Akt: 06.12.2018 17:55 Print

Gratis-​​Transport wäre Premiere in der EU

LUXEMBURG – Das Großherzogtum könnte das erste europäische Land sein, das in seinem gesamten Landesgebiet kostenlose öffentliche Verkehrsmittel einführt.

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Kostenlose öffentliche Verkehrsmittel sollen 2020 in Luxemburg kommen. (Bild: Editpress/Marc Gatti)

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Lange wurde darüber diskutiert, nun ist es beschlossene Sache. Der seit Mittwoch geltende Koalitionsvertrag der neuen Regierung sieht vor, dass «im ersten Quartal 2020 der kostenlose öffentliche Transport landesweit eingeführt wird». Dies betrifft Züge, Busse und die Tram, welche in der Hauptstadt verkehrt.

Im Jahr 2016 nutzten mehr als 100 Millionen Fahrgäste die öffentlichen Verkehrsmittel im Großherzogtum. Nach Angaben des Verkehrsministeriums belaufen sich die Betriebskosten in Luxemburg auf rund 491 Millionen Euro im Jahr. Die Einnahmen durch den Ticketverkauf belaufen sich auf ungefähr 40 Millionen Euro pro Jahr.

Kritische Stimmen

Die Verkäufe an Ticketschaltern schaffen allerdings Arbeitsplätze, die mit den neuen Plänen wegfallen. Deswegen stößt das ambitionierte Projekt nicht nur auf Gegenliebe. «Solange das nicht geklärt ist, können wir das nicht akzeptieren», sagt Georges Merenz, Präsident des FNCTTFEL-Landesverbandes, der wichtigsten Transportgewerkschaft des Großherzogtums.

Er weist auch darauf hin, dass die Maßnahme Bewohnern ländlicher Gebiete nicht zugute kommen werde. Zudem sei ungeklärt, ob auch der grenzüberschreitende Verkehr gratis werden soll. Für Montag ist ein Treffen zwischen der Gewerkschaft und Verkehrsminister François Bausch geplant. In Luxemburg werden 17 Prozent der Fahrtwege mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt. Das entspricht dem europäischen Durchschnitt, so Eurostat.

(L'essentiel/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Karel am 06.12.2018 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An wat geschitt mat der 1.Klass an den Zich? Oder setzen sech dei besser Léit herno bei Schüler ? Guet nët ze schwetzen vun der Qualitéit... Wann ët naischt méi kascht,dann respektéieren Léit och naischt méi... An wat geschitt mat all den Guichet‘s Léit,Zuchbegleeder,Kontroller an vill aner Aarbechtsplatzen dei domadder zesummen hänken?... Dat sin op mannst ërem 400 Léit déi elo an der Ongewessheet sin,wat mat hinen geschitt! An wann en Accident geschitt,an d‘Leit hun keen Billjee méi... Wéi gesait ët dann do Assurancen méisseg aus? Dofir setzen se dann gären Kilometerpauschal erof... Irgendeen muss dat jo wuel bezuelen... Wonnerbar iwwerluecht alles... An den Stau wert eis awer all Dag erhaalen bléiwen,well Zich an Bus an den Spëtzenzaiten iwwerfëllt sin an oft Verspéidung hun oder ausfaalen!

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  • Karin J. am 07.12.2018 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    Dei do sech lo do driwwer oprégen si genau déi selwecht, dei de Bak géifen oprappen, wann d'Praisser eropgaange wieren. Also, ignoréiert se einfach !

  • Knouterketti am 06.12.2018 18:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Des Gambia brengt naischt guddes CSV haet sollten soit matt der ADR oder den Lenken zesummen goen an dann giff schon keen meih vun der Gambia 2.0 schwaetzen Waat geschitt matt den Kontrolleuren resp matt den Leit dei an den Verkaafsguichets schaffen Also ech hun nach nie Greng gewielt an dei next Wahlen waert ech mol guer net meih wielen goen an waert schein weider matt menger Voiture fueren

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sandmännchen am 07.12.2018 19:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech giff soen et as eng gudd Affär, mee wan Holläner daat bis wessen, dan as keng Plaaz mie am Buss oder am Zuch....

  • Jang am 07.12.2018 19:01 Report Diesen Beitrag melden

    Ass de Lait hier Sécherhét garantéert ???

  • Guy/no_mail@lux.lu am 07.12.2018 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    TipTop iddie, wann dat do Wohrecht fir d'ganzt Land ass....Wat eng Publicitéit weltwait fir eis Land! Mir wiere domatter Leader fir neie Business, maachen d'Land fir Entreprisen, Employeés, Residants an Tourismus attraktiv. Reduzéiren d'Autoen op der Strooss. Secher en Ufank wou nach immens vill nogebessert gi muss, mee fir d'Liewensqualitéit ass so e Grondrecht op Mobilitéit eng enorm gudd Saach. Ech hoffen dat nei Arbechtplatzen enstoen, weil vill Arbechtplatzen waerten so oder so wech fallen. Dat ass en Mesure die eis an en gudd Zukunft féiert.

  • Kreckelneckel am 07.12.2018 07:18 Report Diesen Beitrag melden

    Befir lo hei deck geklappt gëtt, waard vläit mol of bis méi Infos kommen. Bis lo hunn ech nach net vill héieren oder gelies, also steet nach alles op. Och ech sinn skeptesch iwer d'Ausféierung vun där Iddi, mä ech denken dat se schon sou wäit geduecht hunn dat do Aarbeschtsplaazen um Spill stinn.

  • dan danchen am 07.12.2018 07:06 Report Diesen Beitrag melden

    jo, daat musse mir heiheem finanzeieren. daat heescht viir d´Frontalier´en an d Touristen aus der ganzer Welt. et ass jo awer net deier,fiir hei zu Letzebuerg mat engem Mountsticket ze fueren, Daat muss net onbedengt sin.