Luxemburg

15. Mai 2018 11:38; Akt: 15.05.2018 16:13 Print

Ausgaben stiegen in drei Monaten auf 174 Millionen

LUXEMBURG – Die Steuereinnahmen sind im 1. Quartal deutlich gestiegen. Die öffentliche Hand nahm 6,4 Prozent mehr ein als noch vor einem Jahr – und zeigt sich in Spendierlaune.

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Finanzminister Pierre Gramegna gab am Dienstag einen Einblick in die aktuelle Budgetlage. (Bild: Editpress)

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Luxemburgs Staatskasse ist aufgrund der guten Konjunkturlage weiterhin prall gefüllt. In Summe lagen die Steuereinnahmen gemäß europäischer Berechnung von Januar bis März bei 4,3 Milliarden Euro, das sind 6,4 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2017.

Noch stärker wachsen jedoch die Ausgaben der staatlichen Verwaltungen: In den ersten drei Monaten des Jahres ließ die öffentliche Hand 4,5 Milliarden Euro springen, das entspricht einem Plus von 8,5 Prozent. Das Finanzministerium führt die steigenden Staatsausgaben auf die hohen Investitionen «im Sinne eines nachhaltigen und qualitativen Wachstums» zurück. Gegenüber dem ersten Quartal 2017 tätigte der Staat 11,7 Prozent mehr an Investitionen. Etwa ein Viertel der Gelder fließen in Klima- und Umweltschutzprojekte.

Gramegna: «Ermutigende Ergebnisse»

Unter dem Strich belief sich das Minus der zentralen Verwaltung im ersten Quartal auf 174 Millionen Euro. Am Ende des Jahres soll der Fehlbetrag auf knapp 900 Millionen Euro anwachsen. Rechnet man die Finanzen der Sozialversicherung und der Gemeinden dazu, wird Luxemburg dieses Jahr, so die Prognose zutrifft, einen Gesamtüberschuss von 333 Millionen Euro erzielen.

Laut Laut Diane Adehm, Abgeordnete der CSV, sind diese Zahlen Augenwischerei:« Im ersten Quartal 2017 betrug das Defizit noch 82 Millionen Euro, jetzt sind es 174 Millionen Euro. Noch beunruhigender ist, dass die Ausgaben schneller wachsen als die Einnahmen. Die Gehälter der Beamten stiegen von 820 Millionen im Jahr 2015 auf 994 Millionen in diesem Jahr. Ein gewaltiger Sprung.»

Finanzminister Pierre Gramegna (DP) sprach von «ermutigenden Ergebnissen für das erste Quartal». Er rechnet damit, dass das Defizit im Staatshaushalt zum Jahresende geringer als geplant ausfallen wird.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Niemand am 15.05.2018 18:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wann wird die Mehrwertssteuer wieder auf 15% gesetzt und vorallem, wann kommt der nächste Index?

  • Ger am 15.05.2018 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Déi können sech mengen,trotz méi Einnahmen,awer een Defizit ze fabrizéieren. Zwee Wéiher fir Frëschen fir 12 Milliounen Euro,sin jo nömmen 480 Milliounen aler Frangen. Déi gesamt Nordstrooss war demols fir 900 Milliounen Frangen geplangt gewiecht. Mee fir d’Leit sin keng Suen do.

  • JP jr am 15.05.2018 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dann kann jo villeicht endlech een meng Steiererklärungen aus den leschten puer Joeren ausrechnen an mer meng Suen erem gin.

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  • Niemand am 15.05.2018 18:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wann wird die Mehrwertssteuer wieder auf 15% gesetzt und vorallem, wann kommt der nächste Index?

  • JP jr am 15.05.2018 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dann kann jo villeicht endlech een meng Steiererklärungen aus den leschten puer Joeren ausrechnen an mer meng Suen erem gin.

  • Ger am 15.05.2018 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Déi können sech mengen,trotz méi Einnahmen,awer een Defizit ze fabrizéieren. Zwee Wéiher fir Frëschen fir 12 Milliounen Euro,sin jo nömmen 480 Milliounen aler Frangen. Déi gesamt Nordstrooss war demols fir 900 Milliounen Frangen geplangt gewiecht. Mee fir d’Leit sin keng Suen do.