In Luxemburg

05. April 2018 06:56; Akt: 05.04.2018 07:02 Print

Viehzüchter sind bei Wolfsattacken machtlos

FUHREN – Dass der Wolf wieder ins Großherzogtum zurückgekehrt ist, wurde am Dienstag erneut bestätigt. Eines der Raubtiere riss ein Schaf im Norden des Landes.

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Zäune, die Wolfsattacken standhalten, sind teuer. (Bild: L'essentiel)

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«Für mich gibt es keinen Zweifel. Die Bissspuren deuten eindeutig auf einen Wolf hin», sagte André Zewen im Gespräch mit L'essentiel . Seine Schaftsherde wurde am 26. Februar in Fuhren von einem Raubtier attackiert. Eines der Schafe überlebte den Angriff nicht.

Nach der Attacke wurden Proben entnommen und analysiert. Französische, spanische und polnische Experten stellten schließlich anhand von Fotos der Wunden fest, dass es sich bei dem Raubtier um einen Wolf handelte. Bereits im Juli vergangenen Jahres wurde in Holzem, in der Gemeinde Mamer, eine Schaftsherde von einem Raubtier angegriffen. Hier bestätigte ein DNA-Test, dass der Wolf der Verursacher war.

Verantwortung liegt bei den Viehhaltern

«Zusammen mit den Lämmern habe ich etwa 200 Schafe. Wir können die Tiere nicht das ganze Jahr über im Stall halten», erklärt Zewen und ergänzt: «Dass es wieder Wölfe gibt, hat sicherlich Vorteile. Allerdings darf seine Präsenz die Freilandhaltung nicht gefährden.»

Zäune, die so robust sind, dass sie auch Wölfen standhalten, könnten die Angriffe verhindern. «Die sind aber sehr teuer. Den Viehzüchtern müsste dafür finanziell unter die Arme gegriffen werden», sagt Zewen.

Seine Herde sei vor einigen Jahren von streunenden Jagdhunden angegriffen worden. Die Justiz habe damals argumentiert, dass es in der Verantwortung des Züchters liegt, dafür zu sorgen, dass die Herde nicht aus dem Stall flieht und dass Raubtiere nicht eindringen können.

(Pierre François/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • digrell peter am 05.04.2018 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    et war bestemmt e russesche wolef wann dommheet schokolat mer all jacquees heschen

  • Sp am 05.04.2018 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Bauern sind immer am blärren. Wie viele Schafe wurden in den letzten 5 Jahren gerissen, und wie viele sind gestorben, weil sie krank waren, und wie viele Schafe haben die Bauern? Das nennt der Volkswirt NATÜRLICHEN AUSSCHUSS. Blärren Lidl, Aldi, Match etc. wenn die Obst, Gemüse oder Fleisch TONNENWEISE entsorgen müssen, weil es verdorben ist? Aber hier wird immer symbolisiert, der BÖSE WOLF hat ein NIEDLICHES LÄMMCHEN gerissen, damit man noch schnell Profit rausschlagen kann vom Staat oder der EU

  • remo raffaelli am 05.04.2018 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Los dat Déier an reouh , et houet en Recht op d'Liewen ewéi mier och ! Déi Gring missen jo och menger Ménung sin oder ? Perséinlech sin ech fir den Wollef !

Die neusten Leser-Kommentare

  • digrell peter am 05.04.2018 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    et war bestemmt e russesche wolef wann dommheet schokolat mer all jacquees heschen

  • Knouter am 05.04.2018 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht machtlos! In Deutschland haben Schafhirte Hunde ausgebildet um ihre Schafe vor Wölfen, und anderen raubtieren, zu schützen - und es wirkt.

  • remo raffaelli am 05.04.2018 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Los dat Déier an reouh , et houet en Recht op d'Liewen ewéi mier och ! Déi Gring missen jo och menger Ménung sin oder ? Perséinlech sin ech fir den Wollef !

  • John Doe am 05.04.2018 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Zitat: "Den Viehzüchtern müsste dafür finanziell unter die Arme gegriffen werden», sagt Zewen." Immer wieder Steuergelder anfragen ist die falsche Heransgehenweise. Crowdfunding ist der richtige Weg, der dann auch mal Respekt vor dem Geld der Steuerzahler zeigen würde..

  • Sp am 05.04.2018 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Bauern sind immer am blärren. Wie viele Schafe wurden in den letzten 5 Jahren gerissen, und wie viele sind gestorben, weil sie krank waren, und wie viele Schafe haben die Bauern? Das nennt der Volkswirt NATÜRLICHEN AUSSCHUSS. Blärren Lidl, Aldi, Match etc. wenn die Obst, Gemüse oder Fleisch TONNENWEISE entsorgen müssen, weil es verdorben ist? Aber hier wird immer symbolisiert, der BÖSE WOLF hat ein NIEDLICHES LÄMMCHEN gerissen, damit man noch schnell Profit rausschlagen kann vom Staat oder der EU