Verkehr

28. Mai 2018 11:31; Akt: 08.06.2018 14:05 Print

Luxemburger will härtere Regeln für Radfahrer

LUXEMBURG – Ein Bürger hat auf der Website der Chamber gleich drei Petitionen zum Thema Fahrradfahren eingereicht. Ihm sind die Drahtesel ein Dorn im Auge.

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Eine der Petitionen fordert, dass Radfahrer einen Abstand von zwei Metern zu Autos einhalten müssen. (Bild: DPA)

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Autofahrer müssen im Straßenverkehr auf Fahrradfahrer besondere Rücksicht nehmen. Sie sind die «Schwächeren» und können schon bei Unfällen mit niedrigem Tempo schwere Verletzungen davontragen. Oft enstehen Unfälle aber auch, weil sich die Radfahrer selbst nicht an die Verkehrsregeln halten.

Ein Bürger des Großherzogtums hat besonders schlechte Erfahrungen mit den Drahteseln auf der Straße gemacht und gleich drei Petitionen zu dem Thema auf der Website der Chamber eingereicht. «Ich sehe einfach sehr viele Radfahrer, die sich in keinster Weise an den Code de la Route halten. Sie überfahren Stoppschilder, rote Ampeln und fahren auch dort, wo es gar nicht erlaubt ist», erklärt der Autor Marc Klees gegenüber L'essentiel.

Steuern für Radfahrer

In seinem ersten Text mit der Nummer 1018 fordert er, dass Radfahrer einen Mindestabstand von zwei Metern zu Autos, Lkw und Bussen einhalten müssen. «Viele drängeln sich an roten Ampeln an den Autos vorbei. Dabei entstehen oft Kratzer an den Fahrzeugen. Außerdem ist das für die Radfahrer selbst sehr gefährlich» sagt Klees.

Insgesamt müssten nach Klees' Ansicht die Gesetze für Radfahrer im Großherzogtum überdacht und strenger werden. Mit seinem zweiten Text (1019) setzt er sich deshalb dafür ein, dass auch Fahrradfahrer Steuern für die Straßennutzung zahlen sollen. «Bei jedem anderen Fahrzeug ist das auch der Fall», so der Petent.

Radfahrer verschwinden nach Unfällen

In seinen dritten Antrag mit der Nummer 1020 geht Klees noch einen Schritt weiter: Fahrräder sollen künftig mit Nummernschildern versehen werden. Klees nennt zwei Beispiele: «Ein Radfahrer schlängelte sich an mir vorbei und beschädigte dabei meinen Außenspiegel. Der Schaden betrug damals 1600 Euro. Der Radfahrer verschwand im Verkehr und konnte nie zur Rechenschaft gezogen werden. Das gleiche gilt für die Fußgängerzonen, wo Radfahrer immer wieder Passanten verletzen und sich aus dem Staub machen.»

Bevor die genannten Petitionen unterschrieben werden können, müssen sie noch von der zuständigen Kommission um den CSV-Politiker Marco Schank freigegeben werden. Deshalb hat Klees seine Forderungen in drei Petitionen aufgeteilt: «Wenn ich alles in einen Text geschrieben hätte, wäre am Ende vielleicht gar nichts durchgekommen. So wird vielleicht wenigstens ein Antrag durchgewunken.»

Link: Petitionen auf der Chamber-Website

(sw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • och eng Wourecht am 28.05.2018 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Des Petitiounen kann éen roueg ennerschreiwen. Den Mann huet zu 100% Recht.

  • de Korrekten am 28.05.2018 16:58 Report Diesen Beitrag melden

    Ech sin lescht Woch aus engem Bus geklomm , an sin dobäi fun engem Velofuehrer deen um Trottoire gefuer as bal iwerrannt gin , et hun just e puer Zentimeter gefehlt . Säit de Minister Bausch hinnen quasi Narrefräiheet geschenkt huet maachen se waat se wellen . ech wär derfiir dat e Velofuehrer egal wou , siew et um Trottoire , op enger Velospiste oder wei an der Stadt , wou sech Foussgänger an Velosfuehrer den Trottoire deelen e Mindestabstand fun weenestens engem Meter zum Fousgänger misst anhaalen an net e puer Zentimeter laanscht dee fueren an deen a grouss Gefohr brengen

  • Knouterketti am 28.05.2018 15:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Velosfuerer hun den Moment Narrenfreiheit sie fueren ewei se wellen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • wieslix am 28.08.2018 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    Glécklicherweis guffen se allen dräi als irrecevable agestuuft! D'war jo och wierklich 3 x onduechtduerchten, Kabes. Pur populistisch Hetz géint d'Velosfuerer, di keen eenzige vun den evoquéierte Problemer geléist gehat hätt: Dépôt: 17-05-2018¦Auteur: Marc Klees¦Irrecevable Pétition publique 1018¦Vëlosfuerer mussen vun den Autoen, Busser a Camionen 2 Meter Ofstand halen¦ Dépôt: 17-05-2018¦Auteur: Marc Klees¦Irrecevable Pétition publique 1019¦Steieren fir Vëloen¦ Dépôt: 17-05-2018¦Auteur: Marc Klees¦Irrecevable Pétition publique 1020¦All Vëlo soll eng Immatrikulatiounsplack kréien

  • Jean Gonring am 09.08.2018 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Wann eng Barriere z.b. 5 Minuten mé laang zou ass. Enn Här Rennfahrer matt engem rouden Trikot ass schén propper matt sengem Velo ennert der Barrière erduerch gaangen, an dunn weider gefuehr. Daat wor fier un ongeféer 1 Mount zou Lentgen, selwer gesinn.

  • Paul am 29.05.2018 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Ech mengen hei huet een Problemer matt den Velofuerer. Och Automobilisten fueren bei Roud durch an och durch de Stop. Weivill Automobilisten fueren och op den Velospisten? Wann elo jiddereen soll een Nummerscheld kréien dann géif ech gären op den Mister Petitioun gesinn mat senger Nummer um Réck

    • Gonring Jean am 09.08.2018 07:39 Report Diesen Beitrag melden

      Hunn biss eloo nach kén Auto ob enger Velospiste gesinn, ann ech fuhren och alt emool Velo. (Ausser emool én wou do Terrain huet)

    • wieselix am 10.09.2018 09:11 Report Diesen Beitrag melden

      Ech dogéint gesinn der heefig. z.B. op d'Velospiste zu Mertert, wäiche verschidde Schlaumeeschter gären aus, wann zu Mertert op der Strooss nees Stop and Go ass. Et geschidd hinnen näicht, well am Géigesaz zu dem, wat de Petant mengt, dass beim Velo ging asetzen soubal se Kennzeechen hunn, ka mol kee sech séier genuch d'Immatrikulatiounsplack vum schëllegen AUTOSCHAUFFEUR mierken an en zur Annonce bréngen! Kënnt halt dorobber un, wuer een hikuckt, da gesäit een et och!

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  • Rabbit am 29.05.2018 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin ja nicht Lebensmüde und fahre mit einem Fahrrad auf den Strassen von Luxemburg. Es gibt hier keine Fahrradkultur und kein Wissen bei den Autofahrern, wie in der Niederlande oder Dänemark. Auf dem autofreien Fahrradweg fühle ich mich sicher und weiss dass ich nicht totgefahren werden kann.

    • Roger am 29.05.2018 18:51 Report Diesen Beitrag melden

      Lieber Rabbit, es gibt nich nur keine Fahrradkultur sondern auch keine Rechtschreibkultur. In Holland wird auch als "in den Niederlanden" bezeichnet.

    • Gonring Jean am 09.08.2018 07:45 Report Diesen Beitrag melden

      Ech sinn vill an Holland. Just do hunn d'Veloosfuhrer Manéerenn ann verhaalen séch matt Oofstand besser wé bei eiss. Hei ass d'Veloospist en puer Meter niewendrunn fuhren awer ob der Stroos, wésou ???

    • wieselix am 28.08.2018 10:54 Report Diesen Beitrag melden

      Vielläicht léisst sech dem Jang séng Beobachtung sou erklären, dass se an "Holland" och uerdentlich DUERCHGEHEND geplangte Velosweeër hunn, di bei eis feelen. Wiesou soll dee Velosfuerer, deen schnell well virukommen, sech ploën op dem schlecht ënnerhalenen Veloswee , wann en all puer honnert Meter nees op d'Stroos zréckgeschéckt gëtt. All Kéier stallhalen a sech duerch d'Schikane ploen, vum héigen Bordsteen an de Schotterpisten di d'Felge fréckt maachen nit ze schwetzen. Dat dierft hinreichend erklären, wisou et der gëtt di op der Strooss och da fueren, wann e Veloswee derniewt ass.

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  • Muertzel am 29.05.2018 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    An der Staat fueren se mat hieren Velo'en iwwert Trottoiren ewei d'Prenzen, esouguer d'Fousgänger mussen hinnen um Trottoir aus dem Wee goen. Wann se nach lues mat Rücksicht gingen fueren, mee sie rennen och nach.Ech sin des lescht mat engem Auto aus enger Ausfahrt eraus op d'Stroos gefuer an hun missen een Moment um Trottoir stoen bleiwen fir en Bus lanscht ze loossen, do koum een mam Velo iwert den Trottoir an huet mat der Fauscht op den Auto geschloen an mech vernannt . Ma wat fir eng Rechter huelen dei sech? Ech fueren och Velo, an wees wei geféierlech et ass, mee am Moment geet et ze weit