Tourismus in Luxemburg

23. März 2018 06:51; Akt: 23.03.2018 12:26 Print

Private Vermieter sind Hotellerie ein Dorn im Auge

LUXEMBURG - Airbnb & Co. konnte im Vorjahr rund 250.000 Übernachtungen in Luxemburg verbuchen, schätzt der Verband Horesca. Es sei Zeit, die Online-Zimmervermietung zu regeln.

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Paris, Amsterdam, Barcelona, New York: Immer mehr Städte schieben Airbnb einen Riegel vor. Auch in der Luxemburger Hotelbranche hört man den Namen des Online-Übernachtungsdienstes eher ungern. Zwar hält sich der Touristenansturm hierzulande im Vergleich zu den genannten Metropolen noch in Grenzen – trotzdem sehen die heimischen Hoteliers bei solchen Anbietern klare Anzeichen für unlauteren Wettbewerb.

Der Verband Horesca schätzt, dass im vergangenen Jahr 250.000 Übernachtungen in Luxemburg über Airbnb gebucht wurden. «Damit hätte man einige Hotels voll belegen und 1000 Arbeitsplätze schaffen können», rechnet Generalsekretär François Koepp vor. Er fordert eine strikte Regelung.

Einkünfte müssen deklariert werden

Im Wirtschaftsministerium nimmt man diese Zahlen mit Verwunderung zur Kenntnis. Auf Anfrage heißt es, dass vor dem Sommer eine Studie veröffentlicht werden soll, die das Phänomen der Ferienwohnungs-Vermittlungen in Luxemburg genau beleuchtet. Ein «Airbnb-Gesetz» soll dem Vernehmen nach aber nicht auf der Tagesordnung dieser Regierung stehen.

Auf dem Online-Portal finden sich derzeit 300 Angebote in Luxemburg, übrigens nicht nur für Wohnungen in der Hauptstadt. Alle diese Wohnungseigentümer sind steuerpflichtig.

Die Steuerverwaltung (ACD) teilt mit, dass die Erträge aus kurzzeitiger Vermietung einer Immobilie als gewerbliche Einkünfte in der Steuererklärung angegeben werden müssen. «Nichts hält uns davon ab, die Seite von Airbnb aufzurufen, um Kontrollen durchzuführen», sagt Thierry Prommenschenkel vom Sekretariat der ACD.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Susi am 23.03.2018 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    250 000 Übernachtungen in Luxemburg über AirBNB, ein Gesetz gegen Übertreibungen muss her.

  • John Doe am 23.03.2018 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Angebot und Nachfrage... Da sind Hotels zu teuer und teilweise unflexibel, sie merken dass die Hotelbranche schlechte Angebote hat und schon schreien Sie nach Staat. Hätten diese Hotelmanager etwas Ahnung von Ökonomie würden Sie sich am Markt orientieren. Setzen: 6!

  • Wie bitte ????? am 23.03.2018 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also 250.000 Übernachtungen bei 300 Objekten. Das wären dann 816 pro Objekt, bei zwei Personen pro Objekt immer noch 408 Übernachtungen pro Jahr (mit 365 Tagen). Sieht wie eine verlässliche Statistik aus, finde ich :-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Keller am 29.06.2018 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Gibt's eigentlich Irgendwo Regeln, was man für Airbnb in Luxemburg erfüllen muss? Das ist etwas wage was ich so finde.

  • Jean Marie am 23.03.2018 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Das macht im Schnitt 2,23 Gäste pro Location und das an 365 Tage im Jahr. So eine Belegung schaffen nicht mal die besten Hotels.Da hat Herr Koepp wohl einen Taschenrechner der anders rechnet als meiner oder er die Rechnung mit der Mistgabel gemacht.

  • Wie bitte ????? am 23.03.2018 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also 250.000 Übernachtungen bei 300 Objekten. Das wären dann 816 pro Objekt, bei zwei Personen pro Objekt immer noch 408 Übernachtungen pro Jahr (mit 365 Tagen). Sieht wie eine verlässliche Statistik aus, finde ich :-)

    • Haha am 23.03.2018 09:29 Report Diesen Beitrag melden

      Natürlich kommen die Touris immer in Gruppen von mindestens 10 Leuten zum übernachten !

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  • John Doe am 23.03.2018 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Angebot und Nachfrage... Da sind Hotels zu teuer und teilweise unflexibel, sie merken dass die Hotelbranche schlechte Angebote hat und schon schreien Sie nach Staat. Hätten diese Hotelmanager etwas Ahnung von Ökonomie würden Sie sich am Markt orientieren. Setzen: 6!

  • Susi am 23.03.2018 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    250 000 Übernachtungen in Luxemburg über AirBNB, ein Gesetz gegen Übertreibungen muss her.