In Luxemburg

19. März 2017 19:47; Akt: 20.03.2017 07:53 Print

Café-​​Betreiber steigen auf Investitionsbremse

LUXEMBURG - Innerhalb von eineinhalb Jahren hat der Staat gerade einmal Investitionsbeihilfen von 74.000 Euro an die Luxemburger Cafetiers ausbezahlt.

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Cafés, die das Label Wëllkomm verliehen bekommen, bevorzugen regionale Produkte und nehmen an speziellen Fortbildungen teil.

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Die Einführung des «Wëllkomm»-Gütesiegels sollte Kneipen- und Cafébesitzern in Luxemburg wieder finanziell auf die Sprünge helfen – so lautete die Ansage des Wirtschaftsministeriums im November 2015. Viele Gaststätten im Land klagen seit Jahren über Umsatzeinbußen von bis zu 20 Prozent. Mit Investitionen halten sich die Lokalbetreiber aber nach wie vor zurück.

2016 vergab der Staat nur 40.800 Euro an Beihilfen im Rahmen des «Wëllkomm»-Förderprogramms. Die Zuschüsse erhielten neun Bars, die Investitionen von insgesamt 260.000 Euro getätigt haben. Weitere 34.000 Euro gingen an drei Cafés mit einem Investitionsvolumen von 200.000 Euro.

Fokus auf regionale Produkte und Servicequalität

Die Beihilfen bekommen nur jene Cafés ausbezahlt – Café-Restaurants fallen unter ein anderes System –, die sich an die Kriterien des Gütesiegels halten: Dazu zählen etwa ein Fokus auf regionale Produkte, Hygiene-Fortbildungen und Servicequalität. Während drei Jahren können Cafés bis zu 15.000 Euro vom Staat für eine Investition von 100.000 Euro erhalten.

«Das Label hilft uns, die Einbußen durch das Rauchverbot in der Gastronomie und den Anstieg der TVA zu kompensieren», sagt der Präsident des Branchenverbands Horesca, Alain Rix. «Wir sind damit sehr zufrieden. 64 Lokale aller Kategorien haben ein Label bekommen.» Über die finanzielle Beihilfe sagt Rix: «Es ist eine gute Maßnahme. Wir würden uns wünschen, dass sie um zumindest ein Jahr verlängert wird, damit noch mehr Café-Betreiber darauf aufmerksam werden.» Bei der Horesca-Generalversammlung heute Abend soll das Thema noch einmal auf den Tisch kommen.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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