Finanzen in Luxemburg

09. Dezember 2016 13:04; Akt: 09.12.2016 14:02 Print

Staatsverschuldung geht seit drei Jahren zurück

LUXEMBURG – Das Finanzministerium gab am Freitag Informationen zum Schuldenstand der öffentlichen Verwaltungen in Luxemburg bekannt.

Bildstrecke im Grossformat »

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema

Der Schuldenstand Luxemburgs ist unter Kontrolle und beginnt deutlich zu sinken. Dies teilte das luxemburgische Finanzministerium am Freitag mit. Zugleich gab das Ministerium Informationen zum Schuldenstand des Zentralstaats und der öffentlichen Verwaltungen bekannt. Die Regierung zeigte sich in beiden Fällen zufrieden: Seit ihrem Amtsantritt Ende 2013 wurde der Schuldenberg kleiner.

Nach den jüngsten offiziellen Prognosen der Finanz- und Budgetkommission beläuft sich die Staatsverschuldung Ende 2016 auf 7,1 Milliarden Euro. Das entspricht 13,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (gegenüber 15,7 Prozent Ende 2013). Die öffentlichen Verwaltungen stehen mit 11 Milliarden Euro in der Kreide – 20,5 Prozent des BIP. Vor drei Jahren waren es noch 23,5 Prozent. Im Februar 2016 zahlte der Staat Bankkredite in Höhe von 400 Millionen Euro zurück.

Bedenken für die kommenden Jahre

Auch wenn die Verschuldung sank, musste die Regierung feststellen, dass die neuen Zahlen über dem Niveau liegen, das in den vergangenen Jahren für 2016 vorhergesagt wurde. Durch den Rückgang der Verschuldung sank auch die Neuverschuldung von 218 Millionen Euro in 2013 auf 201 Millionen. «Die Zahlen zeigen, dass unsere Politik der Konsolidierung der öffentlichen Finanzen Früchte trägt. Die Spirale der Verschuldung ist endgültig gebrochen», glaubt Finanzminister Pierre Gramegna (DP).

Trotz dieser guten Zahlen wirft der Schuldenstand in Luxemburg Bedenken auf. Vor zwei Wochen äußerte der Nationale Rat über die öffentlichen Finanzen (CNFP) Sorgen. Er befürchtet eine Verschlechterung der Lage im Jahr 2017, insbesondere aufgrund von zu optimistischen Wachstumsprognosen. Die Auswirkungen der bevorstehenden Steuerreform könnten auch die öffentlichen Finanzen beeinträchtigen, so die CNFP.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • oldmike am 09.12.2016 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Heisst das, dass nun endlich mal die dringend benötigten, und fehlenden, 35.000 Sozialwohnungen für das Volk gebaut werden, damit der Existenzkampf der sozialschwachen Bevölkerung endlich aufhört und diese auch endlich mal "menschenwürdig" leben können?

  • GuGu am 10.12.2016 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    An Zäiten wou Zënsen quasi inexistent sin an Wirtschaft zu Lëtzebuerg ganz gutt läft brauch Politik net ze praalen mat desem minimalen Scholdenofbau deen an der Realität naischt kascht huet. Neen, si sollen dem Bierger villméi erklären wann an nächster Zäit déi massiven Scholdenwuesstum op Land duerkënnt fir den Tram ze bezuelen, Gehaltserhéigungen, Rentenerhéigung, Steierreform, an, an, an. Hat Regierung net emol virun Joëren massiv an Spuerschwein vun der Pensionskees gegraff an des Scholden bleiwen onsichtbar, dat alles neent een haut «postfaktesch».

  • dusninja am 12.12.2016 06:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und warum wurden letztes Jahr die Familienleistungen gekürzt?

Die neusten Leser-Kommentare

  • dusninja am 12.12.2016 06:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und warum wurden letztes Jahr die Familienleistungen gekürzt?

  • GuGu am 10.12.2016 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    An Zäiten wou Zënsen quasi inexistent sin an Wirtschaft zu Lëtzebuerg ganz gutt läft brauch Politik net ze praalen mat desem minimalen Scholdenofbau deen an der Realität naischt kascht huet. Neen, si sollen dem Bierger villméi erklären wann an nächster Zäit déi massiven Scholdenwuesstum op Land duerkënnt fir den Tram ze bezuelen, Gehaltserhéigungen, Rentenerhéigung, Steierreform, an, an, an. Hat Regierung net emol virun Joëren massiv an Spuerschwein vun der Pensionskees gegraff an des Scholden bleiwen onsichtbar, dat alles neent een haut «postfaktesch».

  • Claude am 09.12.2016 18:47 Report Diesen Beitrag melden

    Staatsverschuldung geht seit 3 Jahren zurück! Warum wurde die Krisensteuer eingeführt und die TVA erhöht?

  • oldmike am 09.12.2016 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Heisst das, dass nun endlich mal die dringend benötigten, und fehlenden, 35.000 Sozialwohnungen für das Volk gebaut werden, damit der Existenzkampf der sozialschwachen Bevölkerung endlich aufhört und diese auch endlich mal "menschenwürdig" leben können?